"Antifaneutralisator": Berliner AfD-Mann posierte mit Sturmgewehr

Berlin - Dem Berliner AfD-Parteisprecher Ronald Gläser stehen unangenehme Zeiten bevor. Ein Chatverlauf aus dem Jahr 2017 bringt den 46-Jährigen in Bedrängnis.

Ronald Gläser kommentierte das Bild unter anderem mit "Haben will".
Ronald Gläser kommentierte das Bild unter anderem mit "Haben will".  © DPA

Wie der "Tagesspiegel" berichtet, soll AfD-Fraktionsvorsitzenden in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Pankow, Stephan Wirtensohn ein Foto via WhatsApp an Parteifreunde verschickt haben.

Darauf zu sehen: Wirtensohn, wie er mit einem Sturmgewehr posiert. Zu dem Bild schrieb der Politiker "Antifaneutrailisator" und fügte noch einen Zwinkersmiley hinzu. Eine offensichtliche Bezugnahme an den politischen Gegner.

Dem Tagesspiegel soll der gesamten Chatverlauf vorliegen. So kommentierte Gläser den Post mit "Haben will" und "Toll". Abschließend soll er dann "Habe Sammelbestellung aufgenommen" geschrieben haben.

Auf Nachfrage der Zeitung bestätigte der AfD-Sprecher die Kommentare verfasst zu haben. Seine Erklärung: "Ich fand das Foto cool, das er da gemacht hat". Der Kommentar "Antifaneutralisator" sei ihm erst später aufgefallen. Heute würde er es aber nicht mehr so formulieren, wie er dem Tagesspiegel erklärte.

Erst vergangene Woche sorgte der Berliner AfD-Chef Georg Pazderksi (67) im Berliner Abgeordnetenhaus für Empörung, als er die SPD mit der NSDAP verglich.

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