AfD will Berliner Straße nach US-Präsidenten benennen

Die Karl-Liebknecht-Straße erstreckt sich vom Berliner Dom rund um den Alexanderplatz.
Die Karl-Liebknecht-Straße erstreckt sich vom Berliner Dom rund um den Alexanderplatz.  © Screenshot/Google Street View

Berlin - Sie ist eine der Hauptverkehrsstraßen im Berliner Zentrum.

Die Karl-Liebknecht-Straße führt vom Berliner Dom rund um den Alexanderplatz und wurde nach dem Marxisten und Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands Karl Liebknecht benannt.

Wie die B.Z. berichtet, fordert der AfD-Fraktionschef Georg Pazderski die Umbenennung der Straße. Am Montag will die Partei im zuständigen Bezirksamt Mitte einen entsprechenden Antrag stellen.

Einen Namen gibt es auch schon: Die Straße solle nach dem 40. Präsidenten der USA, Ronald Reagan, benannt werden. Genauer gesagt soll sie künftig Ronald-Reagan-Boulevard heißen.

Der US-Präsident Reagan war ein scharfer Kritiker der 1961 erbauten Mauer, die Ost- und Westberlin trennte.

Vor 30 Jahren hielt er eine Rede vor dem Brandenburger Tor und wandte sich mit den Worten: "Mr. Gorbatschow, open this gate. Mr. Gorbatschow, tear down this wall" ("Öffnen Sie dieses Tor, reißen Sie diese Mauer nieder!") an Moskau.

Zwei Jahre später, 1989, wurde die Mauer dann wirklich geöffnet und niedergerissen.

Neu ist die Idee der Umbenennung allerdings nicht. Gegenüber der B.Z. sagte der CDU-Fraktionschef Florian Graf, dass "sich die AfD eines 13 Jahre alten Antrags der CDU bedient." Aber daran kann sich kaum einer erinnern...

Der AfD-Fraktionschef Georg Pazderski fordert die Umbenennung der Karl-Liebknecht-Straße in Ronald-Reagan-Boulevard.
Der AfD-Fraktionschef Georg Pazderski fordert die Umbenennung der Karl-Liebknecht-Straße in Ronald-Reagan-Boulevard.  © DPA

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