"Der SPD-Filz muss beendet werden": AfD will Brandenburg erobern

Rangsdorf - Der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland hat seine Partei in einer kämpferischen Rede auf die Brandenburger Landtagswahl im September eingestimmt.

Alexander Gauland auf der Mitgliederversammlung der Brandenburger AfD. (Bildmontage)
Alexander Gauland auf der Mitgliederversammlung der Brandenburger AfD. (Bildmontage)  © DPA

"Am 1. September wird es den Wechsel geben - wir gehen als stärkste Partei in den neuen Landtag", sagte Gauland am Samstag auf dem Parteitag der Brandenburger AfD in Rangsdorf (Teltow-Fläming). "Die Altparteien haben sich über Jahrzehnte im rot-schwarzen Filz zerschlissen."

Die seit fast 30 Jahren dauerregierende SPD habe den Bürgern stets bezahlbares Wohnen, eine gute Infrastruktur und Innere Sicherheit versprochen, sagte Gauland.

"Jeder Pendler hat in den überfüllten Zügen ausreichend Zeit darüber nachzudenken, was diese Versprechen wert sind." Die AfD wolle gute Lebensbedingungen auch für die Menschen in den ländlichen Regionen schaffen, sagte Gauland. "Wir haben ein klares Ziel: Der SPD-Filz von mehr als 30 Jahren muss am 1. September beendet werden."

Zur Diskussion um den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung in der Lausitz sagte er, die AfD sei vehement dagegen. "Das Märchen vom menschengemachten Klimawandel glauben wir nicht", rief Gauland unter dem Beifall der knapp 300 Parteimitglieder. Kalt- und Warmzeiten habe es in der Erdgeschichte immer gegeben, meinte Gauland. "Der Klimawandel ist natürlich."

Die Brandenburger AfD, die rund 1600 Mitglieder hat, will an diesem Wochenende ihre Landesliste für die Landtagswahl im Herbst aufstellen. Um 40 Plätze bewerben sich 87 Kandidaten. Die Landesliste bestimmt neben möglichen Direktmandaten über die Reihenfolge beim Einzug in den Landtag.

Landes- und Fraktionschef Andreas Kalbitz will als Spitzenkandidat in den Landtag ziehen. Darüber gibt es auf dem Parteitag jedoch keine eigene Abstimmung. Spitzenkandidat wird derjenige, der die meisten Stimmen der auf dem Parteitag anwesenden Mitglieder erhält. Da Kalbitz auf der Kandidatenliste auf Platz 79 gelost wurde, wird seine Bewerbungsrede erst am Sonntag erwartet. Mit der Auszählung der Stimmen wird am Sonntagabend gerechnet.

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