Schaumschlägerei: AfD nimmt CSU wegen Merkel-Politik ins Visier

Augsburg - In Augsburg trifft sich an diesem Wochenende die Alternative für Deutschland zum Bundesparteitag. Die Partei will die CSU im bayerischen Landtagswahlkampf als Unterstützerin von Angela Merkel (CDU) attackieren.

Martin Sichert (r.) nimmt die CSU in Visier.
Martin Sichert (r.) nimmt die CSU in Visier.  © DPA

Der Bundestagsabgeordnete und bayerische Landesvorsitzende Martin Sichert sagte am Sonntag, die Christsozialen seien "ein wichtiger Pfeiler in Merkels Machtsystem".

Wenn die CSU nun behaupte, sie wolle in der Asylpolitik einen schärferen Kurs einleiten, sei das nur "Schaumschlägerei". Sichert erklärte, die Behörden duldeten es, dass sich Asylbewerber benähmen "wie im afrikanischen Busch".

Auf der Tagesordnung des Parteitages war eigentlich die "Rede eines Spitzenkandidaten aus dem Landesverband Bayern" angekündigt worden. Allerdings hatten sich die bayerischen AfD-ler nicht auf einen Spitzenkandidaten für die Wahl am 14. Oktober einigen können.

Dass auch von den gleichberechtigten Vorsitzenden der sieben Bezirke niemand in Augsburg auf der Bühne stand, hat dem Vernehmen nach damit zu tun, dass man sich nicht darauf einigen konnte, wer dort eine Rede halten sollte.

Die Alternative für Deutschland lag zuletzt in einer Umfrage mit 14 Prozent vor SPD und Grünen (je 13 Prozent) und damit auf Platz 2 hinter der CSU (41 Prozent). Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder droht auch wegen des Aufstiegs der AfD die absolute Mehrheit zu verlieren.


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