AfD-Bundesparteitag: Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Gewaltsturm

Augsburg - Erlebt Augsburg einen vergleichbaren Ruck von AfD-Gegendemonstranten, wie es Ende Mai in Berlin der Fall war? Bei der Demonstration der Rechtspopulisten in der Bundeshauptstadt fanden sich einige Tausend Menschen ein, doch sie standen einer Wand von mehreren Tausend gegenüber (TAG24 berichtete) - darunter auch viele Linksextreme.

Demonstranten zeigen mit Bannern und Plakaten offen, was sie von der AfD halten. (Symbolbild)
Demonstranten zeigen mit Bannern und Plakaten offen, was sie von der AfD halten. (Symbolbild)  © DPA

Vor dem Bundesparteitag der AfD in Augsburg warnte der bayerische Verfassungsschutz nun auch vor Ausschreitungen der linksextremistische Szene.

Es gebe in sozialen Netzwerken "Videos mit Anleitungen für Demonstrationen, für das Durchbrechen von Polizeisperren oder das Anzünden von Fahrzeugen, unterlegt mit entsprechender Musik und Texten", sagte der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz, Burkhard Körner, der Augusburger Allgemeine.

Er erwarte bis zu 1000 linksextremistische Personen, "die auch ein gewisses Gewaltpotenzial mitbringen". Die Mobilisierung in der Szene laufe und werde seit Wochen ständig stärker.

Für den Parteitag am 30. Juni und 1. Juli will die Augsburger Polizei mit 2000 zusätzlichen Beamten aus dem ganzen Bundesgebiet Ausschreitungen verhindern. Man nehme die Situation sehr ernst, betonte Verfassungsschutzchef Körner - auch schon vor dem Parteitag: "Wir befürchten, dass es vor allem im Vorfeld der Veranstaltung zu Straftaten kommt wie Sachbeschädigungen oder Angriffen auf symbolträchtige Einrichtungen".

Schlagzeilen zum Parteitag gab es bereits vor Tagen: So hat die AfD Probleme mit Hotelreservierungen. Weil etwa das bekannteste Haus der Stadt Sorge vor möglichen Krawallen hat, hat es mehrere Zimmerreservierungen von AfD-Funktionären storniert.

Titelfoto: DPA


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