Wie geht es jetzt weiter mit der besetzten Volksbühne?

Klaus Lederer sucht eine entspannte und ruhige Lösung im Fall der besetzten Volksbühne.
Klaus Lederer sucht eine entspannte und ruhige Lösung im Fall der besetzten Volksbühne.  © DPA

Berlin - Berlins Kultursenator Klaus Lederer (43, Linke) setzt im Konflikt um die Volksbühne auf "Deeskalation statt Konfrontation". AfD und CDU sprechen von "Klamauk" und "Skandal".

Seit fünf Tagen besetzen Politaktivisten das Theater am Rosa-Luxemburg-Platz. Die Kulturverwaltung sei seitdem "in permanentem Austausch und im Gespräch mit der Intendanz und den Besetzerinnen und Besetzern", erklärte Lederers Sprecher.

Ziel sei es, dass die "Sicherheit aller Menschen, die sich in der Volksbühne aufhalten", gewährleistet werde. Die Volksbühnen-Mitarbeiter müssten in ihrem Haus arbeitsfähig sein.

Der neue Volksbühnen-Intendant Chris Dercon hatte gefordert, dass die Politik "jetzt dringend ihrer Verantwortung nachkommt und handelt".

Aktivisten haben das Gebäude am Nachmittag besetzt, protestieren so gegen den neuen Intendanten Chris Dercon.
Aktivisten haben das Gebäude am Nachmittag besetzt, protestieren so gegen den neuen Intendanten Chris Dercon.  © DPA (Bildmontage)

Der kulturpolitische Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, Robbin Juhnke, sagte, es sei nun die Aufgabe von Lederer, "den Besetzer-Klamauk am Rosa-Luxemburg-Platz zu beenden". Die Volksbühne sei kein rechtsfreier Raum.

Der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Hans-Joachim Berg, erklärte: "Die Duldung der rechtswidrigen Besetzung ist der nächste rot-rot-grüne Skandal in Berlin." Kunst unter dem Druck der Straße könne keine freie Kunst sein.

Die Besetzer wollen mit ihrer "transmedialen Theaterinszenierung" nach eigenen Angaben "ein Zeichen setzen gegen die aktuelle Kultur- und Stadtentwicklungspolitik". Die Kulturverwaltung erklärte: "Für die stadtpolitischen Forderungen der Besetzer lassen sich Möglichkeiten eröffnen, diese an vielen Orten der Stadt weiter zu diskutieren."

Die Forderungen der Besetzer, sich die Volksbühne mit einer kollektiven Intendanz anzueignen, seien nicht erfüllbar.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0