AfD-Chef wettert gegen "Energiewende" und verdient doch selbst daran

Dresden - AfD-Spitzenkandidat Jörg Urban (55) wettert oft gegen die "links-grüne Umwelthysterie", die Klimawende samt Ausbau der erneuerbaren Energien sei ein "Experiment", was sofort beendet werden müsse.

AfD-Chef Jörg Urban (55) wettert auch bei Facebook gegen die Energiewende.
AfD-Chef Jörg Urban (55) wettert auch bei Facebook gegen die Energiewende.  © Facebook/AfD-Fraktion

Die Förderung der Solarenergie sei "fatal". Tatsächlich aber profitierte der AfD-Chef persönlich vom Solarstrom und damit der Förderung durch das EEG. Das berichten der "Spiegel" und "Frontal21".

Demnach hatte Urban mit drei Mitstreitern eine GLH-Solar GbR mit Sitz im Kreis Meißen gegründet. Geschäftszweck: gewinnbringender Betrieb einer Photovoltaikanlage.

Laut Bericht ging das Projekt 2008 auf dem Grundstück der Grünen Liga Hirschstein in Betrieb. Urban war einst Geschäftsführer der Grünen Liga. Regelmäßige Einnahmen hätte die staatliche Einspeisevergütung garantiert.

Allein 2015 soll die GLH-Solar 6 372 Euro an Einkünften gehabt haben. Anfang 2019 soll Urban im Streit die Geschäftsführung niedergelegt haben. Gegenüber "Spiegel" und "Frontal21" stritt Urban ab, geschäftsführender Gesellschafter gewesen zu sein.

TAG24 sagte Urban lediglich: "Kleine Solaranlagen auf einem Privathausdach waren und sind kein Kritikpunkt sächsischer AfD-Politik. Zudem ist die Anlage im Besitz meiner Frau." Außerdem fordere die AfD Bestandsschutz für Altanlagen.

AfD-Chef Jörg Urban (55)
AfD-Chef Jörg Urban (55)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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