AfD-Frontfrau Alice Weidel will Kinderkanal verbieten wegen Syrern, Brüsten und Vaginas

Kinderkanal abschalten und restrukturieren, fordert Weidel.
Kinderkanal abschalten und restrukturieren, fordert Weidel.  © DPA (Bildmontage)

Berlin - Die AfD wettert gegen Islam, Asylpolitik und nun auch gegen den Kinderkanal: Alice Weidel (38) entpuppt sich als die schärfste Fernsehkritikerin des Landes und fordert in einem Facebook-Post: "Kita sofort vom Netz nehmen!"

Doch was stört der Fraktionsvorsitzenden der AfD? "Eine Absurdität jagt bei KIKA die nächste. Wurde kürzlich die Liebesschnulze zwischen einem erwachsenen Syrer und seiner minderjährigen Flüchtlingshelferin thematisiert, lernen die neuen Deutschen nun in einem ähnlichen Sendeformat, wie sie BHs fachmännisch zu öffnen haben", schreibt die 38-Jährige Politikerin.

Mit ihrer Aussage schießt sie gezielt gegen die Dokumentation "Malvina, Diaa und die Liebe". Eigentlich ein äußerst verhaltener Beitrag über Liebe, unterschiedliche Kulturen und die damit verbundenen Herausforderungen.

Doch Weidel echauffiert sich über die Darstellung, wie ein Syrer an den Brüsten einer Deutschen rumfummelt: "Während im ersten Fall der Eindruck entsteht, es sei völlig normal, über Jahrzehnte erstrittene Freiheiten nun ad hoc einem rückständigen Weltbild zu opfern, vermittelt KIKA jetzt die Erkenntnis. dass es völlig in Ordnung ist, sich von denen an den Brüsten herumfummeln zu lassen, die noch nicht so lange hier leben."

Und ergänzt: "Formate wie 'Malvina und die Liebe', ein Online-Brüste-Memory oder die Beantwortung der Frage, wie Brüste und Vaginas international bezeichnet werden, scheint der Sender inzwischen als hauptsächlichen Bildungsauftrag anzusehen."

Die AfD-Politikerin hat genug gesehen und fordert die Abschaltung sowie eine Restrukturierung vom Kinderkanal, so dass künftig "gesellschaftliche Grundwerte statt billiger Staatspropaganda vermittelt werden."

Wenngleich Weidel eine Abschaltung im Sinne der Interessen ihrer Partei fordert, sorgen um eine Umsetzung der Forderung müssen wir uns nicht machen. Zudem hat die AfD erstmal alle Hände voll zu tun mit ihrer Opposition.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)