AfD-Chefin Petry bezeichnet Martin Schulz als "Tagegeld-Erschleicher"

Frauke Petry (41, AfD) teilte bei ihrer Rede ordentlich gegen SPD-Kanzlerkandidat Schulz aus.
Frauke Petry (41, AfD) teilte bei ihrer Rede ordentlich gegen SPD-Kanzlerkandidat Schulz aus.  © dpa/Armin Weigel

Osterhofen - Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry (41) hat den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz (61) beim Politischen Aschermittwoch als "Tagegeld-Erschleicher" kritisiert.

Schulz sei wegen "krankhafter Selbstüberschätzung" in Therapie gewesen, sagte Petry in Osterhofen. "Wir sind uns einig als humorvolle Rechtspopulisten: Das Geld kann er sich zurückgeben lassen."

Der "ultimative Witz" aber sei, dass sich Schulz nach vielen Jahren als EU-Politiker weiterhin "für den bodenständigen, kleinen, sozialdemokratischen Mann aus Würselen" halte. Das bekannteste deutsche Satire-Format sei daher nicht die "heute-show" im ZDF, sondern die SPD.

Insgesamt schlug Petry in ihrer Rede eher leise Töne an. Sie widersprach dem Vorwurf, Rechtspopulisten hätten keinen Humor, und trug Zitate von Kanzlerin Angela Merkel (62, CDU) vor.

Viel gelacht oder applaudiert wurde unter den 900 Gästen dabei nicht.

Martin Schulz (61, SPD) musste einiges einstecken.
Martin Schulz (61, SPD) musste einiges einstecken.  © dpa/Sebastian Willnow

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