Bei AfD-Gegendemo: Erst Handschellen stoppen den Kampf dieser Frau gegen Rechts

Berlin - Am Berliner Hauptbahnhof versammelten sich nach Polizeiangaben mehrere Tausend Menschen, um an der AfD-Demo mit dem Motto "Für Freiheit und Demokratie" teilzunehmen. Doch bereits hier formierte sich großer Widerstand gegen die Rechtspopulisten. Unter den Gegendemonstranten befand sich auch die mehrfach ausgezeichnete Menschenrechtlerin Irmela Mensah-Schramm (73), die bereits seit Jahrzehnten gegen Rechts demonstriert. Doch an diesem Tag durfte sie das nicht.

In den vergangenen Jahrzehnten entfernte Irmela Mensah-Schramm unzählige rechtsextreme Hass-Schmierereien, Aufkleber und Nazisymbole. Dafür wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.
In den vergangenen Jahrzehnten entfernte Irmela Mensah-Schramm unzählige rechtsextreme Hass-Schmierereien, Aufkleber und Nazisymbole. Dafür wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.  © Swen Pförtner/dpa

Bisher verlaufen der AfD-Aufmarsch und die Gegendemonstration weitestgehend friedlich. Für einen Aufreger sorgte allerdings Mensah-Schramm. Sie wurde von der Polizei vorübergehend festgenommen.

Auf Twitter bestätigte die Polizei den Vorfall und schrieb dazu:

"Frau M. wurde aus Sicherheitsgründen gebeten ihren Gegenprotest nicht weiter auf dem Washingtonplatz fortzusetzen", heißt es in der Meldung. Doch dieser Bitte kam die Menschenrechtlerin nicht nach. Die Polizei sprach gegen sie einen Platzverweis aus. Doch die 73-Jährige machte keine Anstalten den Platz zu räumen.

"Als Kollegen sie wegführen wollten, leistete sie Widerstand", schreibt die Polizei weiter.

Mensah-Schramm stand lediglich mit einem Plakat, dass sie sich um den Hals hängte, auf dem Washingtonplatz. Diesen durfte sie dann in Handschellen schließlich verlassen. Doch sie macht immer weiter mit ihren Protest gegen Rechts.


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