Zu rechts! AfD Hessen distanziert sich von gewählter Abgeordneten

Wiesbaden - Der hessische AfD-Landesverband distanziert sich nach nicht ausgeräumten Vorwürfen über die Verbreitung von rechtsextremistischem Gedankengut von einer gewählten Abgeordneten des künftigen Landtags.

Partei-Mitglieder bei der Wahlparty während der hessischen Landtagswahl 2018.
Partei-Mitglieder bei der Wahlparty während der hessischen Landtagswahl 2018.  © DPA

Alexandra Walter aus dem Kreisverband Groß-Gerau habe es abgelehnt, in einer "Ehrenerklärung" ein klares Dementi zu den Vorwürfen abzugeben, sagte der Landesvorsitzende Klaus Herrmann am Donnerstag in Wiesbaden.

Man nehme den Vorgang sehr ernst, weil das Verhalten von Walter geeignet erscheine, das Ansehen der Partei stark zu beschädigen und in der AfD so nicht toleriert werden dürfe.

Walter, die auf Listenplatz zwölf in den Hessischen Landtag gewählt wurde, soll nach Medienberichten auf Facebook und Twitter das rechtsextremistische Gedankengut verbreitet haben. Sie kündigte auf dpa-Anfrage an, sich zeitnah zu den Vorgängen zu äußern.

Da sich die AfD-Landtagsfraktion erst im Januar konstituieren werde, könne noch nichts über ihre Tätigkeit als Abgeordnete gesagt werden, erklärte Herrmann. Die Partei war bei der Landtagswahl in Hessen auf 13,1 Prozent der Stimmen gekommen.

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