Panne bei Höcke-Wahl zum Spitzenkandidat

Arnstadt - Thüringens AfD geht mit ihrem umstrittenen Parteichef Björn Höcke als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2019.

Björn Höcke freut sich über die Wahl zum Spitzenkandidat.
Björn Höcke freut sich über die Wahl zum Spitzenkandidat.  © DPA

Der 46-Jährige erhielt bei der Kandidatenkür am Samstag auf einem Parteitag in Arnstadt 238 von 297 abgegebenen Stimmen.

Das Wahlergebnis wurde mit 84,4 Prozent angegeben. Höcke, der in der AfD ein Wortführer des ultrarechten Flügels ist, hatte keinen Gegenkandidaten.

Seine Wahl erfolgte nach etwa zweieinhalbstündiger Unterbrechung des Parteitags im zweiten Anlauf. Es hatte Befürchtungen gegeben, dass einzelne Mitglieder beim ersten Durchgang zwei Stimmzettel abgegeben haben.

Höcke kündigte an, das Establishment - und damit die Regierung und die etablierten Parteien - "mit allen demokratischen Mitteln" anzugreifen. Die AfD wolle zeigen, "dass man dieses Land anders und besser regieren kann".

Ein Jahr vor der Landtagswahl in Thüringen will die Partei auf dem zweitägigen Parteitag in Arnstadt ihre komplette Liste mit insgesamt 44 Kandidaten aufstellen.

Es wird mit einer Vielzahl von Kampfkandidaturen gerechnet, weil jedes Parteimitglied für einen Platz antreten kann.

In einer repräsentativen Umfrage lag die AfD in Thüringen zuletzt bei 23 Prozent - als zweitstärkste Partei nach der CDU mit 30 Prozent und knapp vor der Linken mit 22 Prozent.

Die Linke stellt mit Bodo Ramelow den Thüringer Regierungschef.

Titelfoto: DPA

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