Provokante Aktion!? AfD-Plakate an Zaun von Asylheim entdeckt

An diesem Asylheim waren die AfD-Plakate angebracht worden.
An diesem Asylheim waren die AfD-Plakate angebracht worden.

Lübbecke - In vier Wochen ist Bundestagswahl. Die Partien hängen im Moment überall, wo es möglich ist, ihre Wahlplakate auf. An einer ganz provokanten Stelle hing ein Plakat der Alternative für Deutschland. Eines ihrer Wahlkampfschilder war an einem Zaun des Asylbewerberheims in Lübbecke angebracht worden.

Ein Passant entdeckte das Schild, auf dem "Grenzen schützen - Kein Pass - Kein Einlass" steht am Sonntag und meldete den Fund dem CDU-Ratsherrn Hans-Martin Berger. "Ich fand es ziemlich dreist, ein Plakat mit solchen Parolen am Asylheim aufzuhängen", erklärte der Finder gegenüber der Neuen Westfälischen.

Auch Berger stufte die Plakatierung am Wohnheim als kritisch ein. "Politisch war das Plakat mit seinen Aussagen für mich an dieser Stelle eine gewollte Provokation gegen Flüchtlinge", stellte Berger klar.

Dem Hinweis von Berger ging die Stadt nach und stellte fest, dass es sich an dem Zaun um eine unrechtmäßige Plakatierung gehandelt hatte. Daher entfernte die Stadt die Plakate umgehend.

Wahlwerbung darf nur an festgelegten Stellen und an Laternen aufgehängt werden. An öffentlichen Gebäuden hingegen ist das Aufhängen der Schilder verboten.

Der stellvertretende Sprecher des AfD-Kreisverbandes Minden-Lübbecke, Burkhard Brauns, sagte, dass er nichts von der Aktion wisse. "Was nicht erlaubt ist, wird nicht gemacht", verdeutlichte er.


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