Hat die AfD in Thüringen ein rechtsextremes Problem?

Hat die Landespartei von Björn Höcke (45) ein rechtsextremes Problem?
Hat die Landespartei von Björn Höcke (45) ein rechtsextremes Problem?  © DPA

Erfurt - Hat Björn Höckes (45, AfD) Landespartei ein rechtsextremes Problem? Das zumindest, behauptet nun seine Stellvertreterin und will aus Protest ihren Posten niederlegen.

Steffi Brönner, die Stellvertreterin von Björn Höcke, wirft der Landespartei vor "rechtsextremes Gedankengut" salonfähig zu machen. Das geht aus einem Bericht der Thüringer Allgemeine hervor. So habe man zentrale Funktionen innerhalb der Alternative für Deutschland in Thüringen mit Personen besetzt deren Vergangenheit tief in der rechtsextremistischen Szene verwurzelt sei, sagte sie.

Weiter sagt sie, das eine zweiminütige Internetrecherche ausreiche um die Vergangenheit der betreffenden Personen aufzudecken. In diesem Zusammenhang könne keiner ihrer Parteikollegen von Unwissenheit sprechen. Man könne schon davon ausgehen, dass diese Personen ganz bewusst in ihre Funktionen einberufen wurden.

"Wir dürfen das nicht länger so laufen lassen. Das sind Tendenzen, mit denen ich mich nicht länger identifizieren kann“, forderte die eher wertkonservative Brönner die AfD-Führung auf. Sie rechne damit das ihr aufgrund der öffentlichen Kritik ein Parteiausschlussverfahren drohe. In diesem Falle würde sie selbst die Partei verlassen.

In einem internen Schreiben, dass der TA vorliegt, warnte Brönner die AfD-Bundesspitze nicht untätig zu bleiben. Man solle sich klar von rechtsextremistischen Werten abgrenzen.

Titelfoto: DPA


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