Grüne gegen Alice Weidel: Sie will uns für dumm verkaufen!

Berlin - Die Grünen im Bundestag haben der AfD-Fraktionschefin Alice Weidel vorgeworfen, sie versuche die Öffentlichkeit über ihre eigene Schuld in der Affäre um Spenden aus der Schweiz zu täuschen.

Von illegalen Parteispenden will Alice Weidel nichts gewusst haben.
Von illegalen Parteispenden will Alice Weidel nichts gewusst haben.  © DPA

"Der Verdacht der illegalen Parteifinanzierung bei der AfD erhärtet sich anscheinend. Es ist bodenlos, wie Alice Weidel versucht, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen", sagte die Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann am Dienstag in Berlin.

Niemand glaube Weidel, dass sie als namentlich Begünstigte und Vizevorsitzende des AfD-Kreisverbandes Bodensee nicht gewusst habe, dass Parteispenden aus Ländern außerhalb der Europäischen Union illegal seien und woher das Geld stamme.

Die Aufklärung dürfe sich nun nicht nur auf die Spende an Weidel beschränken. Es müsse auch geprüft werden, ob die AfD systematisch gegen die Finanzregeln verstoße.

Die AfD hatte Medienberichte bestätigt, wonach im vergangenen Jahr rund 130.000 Euro von einer Schweizer Pharmafirma an den AfD-Kreisverband Bodensee überwiesen wurden. Als Verwendungszweck sei angegeben gewesen: "Wahlkampfspende Alice Weidel".

Das Geld wurde den Angaben zufolge in diesem Frühjahr zurückgezahlt. Spenden von Nicht-EU-Bürgern an deutsche Parteien sind illegal.

Grünen-Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann wirft Weidel vor, die Öffentlichkeit für dumm verkaufen zu wollen.
Grünen-Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann wirft Weidel vor, die Öffentlichkeit für dumm verkaufen zu wollen.  © DPA

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