Lehrerverband kritisiert "Schrägen" Brief der AfD

Erfurt - Ende Oktober hatte die AfD-Thüringen einen offenen Brief an über 1000 Schulen geschickt und dabei die nicht vorhandene politische Neutralität kritisiert. Nun meldet sich der Thüringer Lehererverband zu Wort und bezeichnet das Schreiben als "schräg".

Der Lehrerverband wehrt sich gegen die Einflussnahme der AfD an Thüringer Schulen. (Symbolbild)
Der Lehrerverband wehrt sich gegen die Einflussnahme der AfD an Thüringer Schulen. (Symbolbild)  © DPA

Der Thüringer Lehrerverband hat irritiert auf ein Schreiben der Thüringer AfD-Fraktion an Schulen reagiert, in denen an die Neutralitätspflicht erinnert wird.

"Das ist ein schräger Weg, um den Schulen von hinten durch die Brust zu erklären, wie sie sich zu verhalten haben", sagte der Landesvorsitzende Rolf Busch am Mittwoch.

Die Thüringer AfD-Fraktion hatte sich bereits Ende Oktober mit einem Brief an rund 1000 Schulen im Land gewandt, wie ein Sprecher der Fraktion am Mittwoch sagte.

In dem offenen Brief steht unter anderem, dass die AfD-Fraktion in Schulen das "für den weltanschaulich neutralen Staat besonders hohe Gut der politischen Neutralität gegenwärtig als gefährdet" ansehe.

Dabei war es die AfD die im letzten Bundestagswahlkampf mit der Verteilung von Wahlwerbung an Schulen scharf kritisiert wurde.

Der Brief ist vom Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke und der bildungspolitischen Sprecherin der AfD-Fraktion, Wiebke Muhsal, unterzeichnet.

Grund für die Maßnahme erklärt die AfD in dem Brief, weil "durch einzelne Lehrer wie auch durch schulische Veranstaltungen einseitige politische Indoktrinationen und Einflussnahmen derart erfolgen, dass bestimmte politische Auffassungen oder Parteien ohne sachliche Debatte verächtlich gemacht werden".

So sollen sich wiederholt Lehrer negativ über die AfD geäußert haben und manche sollen auch von "Nazis im Bundestag" gesprochen haben.

Der Brief wurde unter anderem auch von Björn Höcke unterzeichnet. (Archivbild)
Der Brief wurde unter anderem auch von Björn Höcke unterzeichnet. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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