"Partei hat Richtungswechsel erlebt": Abgeordneter Klaus Rietschel verlässt AfD

Erfurt - Der Landtagsabgeordnete Klaus Rietschel kehrt der AfD den Rücken. Er verlasse Partei und Fraktion mit Wirkung zum Dienstag, wolle aber bis zum Ende der Wahlperiode fraktionsloses Mitglied im thüringischen Landtag bleiben, sagte er den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen.

Klaus Rietschel will als Fraktionsloses Mitglied imLandtag bleiben.
Klaus Rietschel will als Fraktionsloses Mitglied imLandtag bleiben.  © Screenshot/Facebook/AfD Mittelthüringen

"Wer, wie ich, im März 2013 in die AfD eingetreten ist, der hat in dieser Partei bis zum Januar 2019 einen Richtungswechsel erlebt", sagte Rietschel der Mediengruppe auf Nachfrage.

Der 69 Jahre alte Stuckateur und Restaurator aus Weimar war im Oktober 2017 in den Thüringer Landtag nachgerückt. Damals war der ehemalige Thüringer Fraktions-Vize Stephan Brandner ausgeschieden, der in den Deutschen Bundestag gewählt wurde.

Rietschel ist nicht der erste AfD-Mann, den die Partei und die ursprünglich elfköpfige Fraktion in der laufenden Legislaturperiode in Thüringen verliert. 2015 hatte es Querelen mit einigen personellen Folgen gegeben.

Drei Parlamentarier, die als Kritiker von Landeschef Björn Höcke galten, sind seither nicht mehr dabei: Oskar Helmerich verließ die AfD im Streit und schloss sich der SPD-Fraktion an.

Jens Krumpe erklärte seinen Austritt aus Partei und Fraktion. Siegfried Gentele wurde aus der Fraktion ausgeschlossen und trat danach auch aus der Partei aus.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/AfD Mittelthüringen

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