Dieser Flüchtling ist jetzt Fliesenleger

Nadil Akbar (33) kam mit seinem Sohn (6) vor einem Jahr als Flüchtling nach Deutschland.
Nadil Akbar (33) kam mit seinem Sohn (6) vor einem Jahr als Flüchtling nach Deutschland.

Von Carolin Staude

Chemnitz - Auf abenteuerliche Weise gelangte Nadil Akbar (33) mit seinem kleinen Sohn (6) kurz vor Weihnachten 2014 nach Chemnitz. Er floh aus Afghanistan - vor dem Krieg, vor den Taliban.

Sein Asylantrag wurde akzeptiert. Er hat mittlerweile eine kleine Wohnung, sein Sohn ist hier in die Schule gekommen. Und Akbar hat einen Job: Er hat sich als Bundesfreilligendienstleistender bei der Firma „Heim gGmbH“ gemeldet.

„Ich bin froh, endlich wieder etwas Nützliches machen zu können“, sagt Nadil. Er ist gelernter Mosaik- und Fliesenleger, hilft bei Reperaturarbeiten der „Heim gGmbH“.

Die hat sich der medizinischen Betreuung von Senioren und Behinderten verschrieben. Über Freunde kam er auf die Idee, sich zu bewerben. „Die Arbeit macht mir Spaß. Ich treffe viele neue Leute und bin sehr dankbar, dass ich hier sein darf.“

Mittlerweile hat Nadil einen Job als Bundesfreiwilliger.
Mittlerweile hat Nadil einen Job als Bundesfreiwilliger.

Drei Monate lang war er auf der Flucht, über die deutsche Grenze kam er eingepfercht mit vielen Flüchtlingen in einem Kleintransporter. Nur seinen Sohn konnte er mitnehmen, seine Frau hängt im Iran fest.

Akbar hofft sehr, dass sie bald nachkommen kann. Mittlerweile versteht er gut Deutsch, der Sohn hat sich gut integriert und Freunde gefunden. Karl Friedrich Schmerer, Geschäftsführer der Heim gGmbH, ist froh über die Hilfe.

„Ahzis ist fleißig, macht gute Arbeit. Wenn es so weitergeht und wir Kapazitäten haben, können wir überlegen, ihm nach einem Jahr eine feste Stelle zu geben.“

Fotos: Maik Börner


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