Lässt sich die Afrikanische Schweinepest in Deutschland noch stoppen?

Schwerin - Die Jäger in Mecklenburg-Vorpommern schlagen Alarm: Wegen der Angst vor einer Seuche mussten im zurückliegenden Jagdjahr deutlich mehr Wildschweine erlegt werden.

Tiermediziner in einem Schweinestall in Dresden: In Deutschland wächst die Angst vor der Seuche.
Tiermediziner in einem Schweinestall in Dresden: In Deutschland wächst die Angst vor der Seuche.  © DPA

Der Präsident des Landesjagdverbandes, Volker Böhning, geht von 70.000 bis 80.000 erlegten Schwarzkitteln nach knapp 61.000 im Jagdjahr davor aus.

Grund für die verstärkte Jagd auf Wildschweine sei die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Das Land lobte sogar eine Prämie von 25 Euro je erlegtem Tier aus.

Die Afrikanische Schweinepest tritt bisher in Osteuropa auf, Deutschland blieb bislang verschont. Seit Jahresbeginn wurden vor allem im Baltikum, aber auch in Polen, der Ukraine, Ungarn und Tschechien knapp 3000 Fälle registriert, die meisten davon bei Wildschweinen.

Die für Menschen ungefährliche Erkrankung verläuft bei Haus- und Wildschweinen fast immer tödlich. Wird sie in eine Schweinehaltung eingeschleppt, sind wirtschaftliche Einbußen die Folge.

Titelfoto: DPA


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