Angst vor Afrikanischer Schweinepest: Landeslabor stockt Personal auf

Kiel - Um auf einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland vorbereitet zu sein, hat das Landeslabor jetzt sein Personal verstärkt.

Tiermediziner stehen während einer Übung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest in einem Schweinestall.
Tiermediziner stehen während einer Übung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest in einem Schweinestall.  © DPA

Dies teilte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) bei der Vorstellung des Jahresberichts in Kiel mit.

Eine Tierärztin und zwei Laborkräfte seien eingestellt worden. Die Maßnahmen im Landeslabor seien ein Baustein im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest. Darüber hinaus gebe es beispielsweise auch Übungen für den Ernstfall sowie Änderungen im Jagdrecht.

Am 13. September waren Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Belgien und damit auch erstmals in Westeuropa entdeckt worden - rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt (TAG24 berichtete).

Auch Jäger in Mecklenburg-Vorpommern schlugen Alarm: Wegen der Angst vor einer Seuche mussten im zurückliegenden Jagdjahr deutlich mehr Wildschweine erlegt werden (TAG24 berichtete).

Ein Schild mit der Aufschrift "Afrikanische Schweinepest" steht vor einem Tieranhänger.
Ein Schild mit der Aufschrift "Afrikanische Schweinepest" steht vor einem Tieranhänger.  © DPA

Der Präsident des Landesjagdverbandes, Volker Böhning, geht von 70.000 bis 80.000 erlegten Schwarzkitteln nach knapp 61.000 im Jagdjahr davor aus.

Die für Menschen ungefährliche Erkrankung verläuft bei Haus- und Wildschweinen fast immer tödlich. Wird sie in eine Schweinehaltung eingeschleppt, sind wirtschaftliche Einbußen die Folge.

Zuvor war die Krankheit bereits in östlichen EU-Staaten aufgetreten. Sie ist für den Menschen ungefährlich, könnte aber zu großen Schäden in Schweinezuchtbeständen führen.

Das Landeslabor fungiert als Dienstleistungszentrum und Überwachungsbehörde für den gesundheitlichen Verbraucher- und Umweltschutz.

Es kümmert sich um die Tierseuchendiagnostik und untersucht zum Beispiel auch Lebensmittel, Bedarfsgegenstände, Schlachttiere und Fleisch.

Titelfoto: DPA


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