Afrikanische Schweinepest: Tierseuche hat Sachsen erreicht!

Dresden - Afrikanische Schweinepest hat Sachsen erreicht! Die für Menschen ungefährliche Tierseuche ist bei einem im Landkreis Görlitz geschossenen Wildschwein bestätigt worden, wie das sächsische Sozialministerium am Samstag mitteilte.

Die Afrikanische Schweinepest hat nun auch Sachsen erreicht (Symbolbild).
Die Afrikanische Schweinepest hat nun auch Sachsen erreicht (Symbolbild).  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Das Tier war am 27. Oktober geschossen und wurde zwei Tage später in der Landesuntersuchungsanstalt untersucht. 

Am Samstag bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut, dass das Tier infiziert sei.

Es wird ein Krisenstab des Sozialministeriums und das Landestierseuchenbekämpfungszentrum eingerichtet. 

Tausende Motorradfahrer erfüllen krebskrankem Jungen (6) seinen letzten Wunsch
Niedersachsen Tausende Motorradfahrer erfüllen krebskrankem Jungen (6) seinen letzten Wunsch

In Absprache mit dem Landkreis und der Bundeswehr wird die Einrichtung der Restriktionszonen vorbereitet.

"Ich appelliere an die Schweinehalter, in ihren Bestrebungen, die Hausschweine zu schützen, nicht nachzulassen und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent weiter zu verfolgen", sagte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD).

Schutzzäune sollen infizierte Tiere fern halten

Das bundesweit erste Auftreten der Seuche beim Schwarzwild wurde am 10. September nur rund 50 Kilometer entfernt von der sächsischen Grenze in Brandenburg gemeldet. Weitere Fälle kamen in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße im Oktober hinzu.

Mittlerweile sind dort mehr als 100 Fälle bei Wildschweinen amtlich. Mit Zäunen, Suchhunden und Drohnen versucht das Bundesland, der Seuche Herr werden. Die Tiere sterben in der Regel innerhalb weniger Tage.

Schutzzäune sollen infizierte Tiere fern halten.
Schutzzäune sollen infizierte Tiere fern halten.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Auch in Sachsen war die Angst vor der Schweinepest in jüngster Vergangenheit groß. So besorgte sich der Freistaat Ende September bereits mehrere Kilometer Schutzzaun. Seitdem gebe es außerdem tägliche Abstimmungen mit den Landkreisen Bautzen und Görlitz, die nah an Polen liegen. Der Landtag sprach sich Ende September auch dafür aus, dass sich Grundstückseigentümer Schutzzäune anlegen, um die Seuche fernzuhalten. Diese könnten dafür finanzielle Hilfe bekommen (TAG24 berichtete).

Für Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Ein nachgewiesener Seuchenfall hat allerdings gravierende Auswirkungen für die schweinehaltenden Betriebe. Mehr als 3000 Landwirte halten in Sachsen rund 669.000 Schweine.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Nachrichten: