"Es soll allen Tieren gut gehen!" Agrarministerin Klöckner setzt auf Naturschutz

Berlin - Die neue Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) setzt auf mehr Tier- und Naturschutz in der Landwirtschaft und will die Lebensmittel-Kennzeichnungen für die Verbraucher ausbauen.

Agrarministerin Julia Klöckner (45) will den Tier- und Naturschutz stärken.
Agrarministerin Julia Klöckner (45) will den Tier- und Naturschutz stärken.  © DPA (Bildmontage)

"Ich will, dass es allen Tieren gut geht, dass Tierwohl sich lohnt", stellte die 45-Jährige in ihrer ersten Rede als Ressortchefin am Freitag im Bundestag klar.

Mit der im Koalitionsvertrag vereinbarten Einführung eines staatlichen Tierwohllabels sollten höhere Standards erkennbar gemacht werden. Die Kosten dafür könnten nicht allein die Bauern tragen.

Die pfälzische Winzertochter warb um mehr Wertschätzung für Nahrungsmittel-Erzeuger, die auch gegen manches Vorurteil anzukämpfen hätten.

"Wir machen uns viel zu wenig Gedanken, wie viel Aufwand, Sorgfalt, Herzblut, Arbeit in diesen Lebensmitteln steckt", mahnte die CDU-Politikerin.

Wichtig sei ihr Ernährungsbildung in Schulen und Kitas. Manch einer habe auch noch ein zu romantisches, altmodisches Bild von der Agrarwirtschaft, die längst hochmodern und mit digitaler Technik arbeite.

Klöckner bekräftigte das Ziel, in Diskussionen aus "ideologischen Grabenkämpfen" herauszukommen: "Naturschutz und Landwirtschaft sind keine Gegensätze."

Mit Blick auf die Debatte über ein mögliches Freiland-Verbot für die Insektengifte Neonicotinoide in der EU sagte sie: "Was für Bienen schädlich ist, muss weg vom Markt."

Wenn die Wissenschaftler sagten, dass die Substanzen zu Bienensterben führen, wolle sie mit Landwirtschaft und EU-Partnern eine Lösung finden.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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