Fatales Sex-Spiel? Toter Türsteher auf Usedom gibt Polizei weiter Rätsel auf

Ahlbeck/Swinemünde - Der Fall des getöteten deutschen Türstehers Dag S. (60) auf Usedom steht auch zwei Monate danach nicht vor einer unmittelbaren Auflösung. Eine Wende scheint nicht in Sicht, zumal sich die federführenden polnischen Behörden unkooperativ zeigen.

Die Leiche wurde in einem Waldstück auf Usedom entdeckt. (Symbolbild)
Die Leiche wurde in einem Waldstück auf Usedom entdeckt. (Symbolbild)  © DPA

Nach dem Fund seiner Leiche auf der polnischen Seite der Insel Usedom gibt der Fall den Ermittlern weiter Rätsel auf.

Wie ein Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte, ist immer noch unklar, wo und wie der 60-Jährige genau zu Tode kam.

Die polnischen Behörden hätten bisher weder ein Obduktionsergebnis mitgeteilt, noch wie beantragt die Leiche den deutschen Ermittlern überstellt.

Berlin: Schlag gegen Drogen-Bande: Zoll-Fahnder sichern bislang größten Crystal-Fund Berlins
Berlin Crime Schlag gegen Drogen-Bande: Zoll-Fahnder sichern bislang größten Crystal-Fund Berlins

Die Staatsanwaltschaft Stralsund ermittelt bisher wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge, hält aber auch eine fahrlässige Tötung für möglich.

Bereits Mitte Mai wurde gemutmaßt, dass Dag S. vor seinem Tod eine bislang unbekannte Flüssigkeit oder Substanz verabreicht worden sei. Allerdings geht die Polizei nicht von Mord aus. Vielmehr ist von fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge auszugehen.

Beim Sex-Spiel im Wald umgebracht?

Die Polizei versucht derzeit den Tod eines 60-jährigen Mannes aufzuklären. (Symbolbild)
Die Polizei versucht derzeit den Tod eines 60-jährigen Mannes aufzuklären. (Symbolbild)  © DPA

Möglicherweise könnte es sich dabei um ein Stimulanzmittel gehandelt haben, das zum Tod geführt hat. Ermittelt wird gegen eine 51-jährige Frau aus dem Umfeld des Toten, die sich selbst bei der Polizei gemeldet hat. Diese soll den DDR-Kraftsportler bei einem Sextreffen im Wald aus Versehen getötet haben (TAG24 berichtete).

Der Tote war am 7. Mai in einem Waldgebiet in Swinemünde (Świnoujście) entdeckt worden. Ein Auto des Mannes wurde im benachbarten Ahlbeck (Landkreis Vorpommern-Greifswald) an der Grenze beschlagnahmt.

Der Getötete stammte aus Greifswald. Er lebte aber seit Jahren auf der Ostseeinsel. Dort betrieb Dag S. eine Sicherheitsfirma betrieb. Früher war er Medienberichten zufolge als Türsteher von Diskotheken und Bars bekannt.

Berlin: Wegen Corona-Politik: Künstlerin Hito Steyerl lehnt Bundesverdienst-Kreuz vorerst ab
Berlin Wegen Corona-Politik: Künstlerin Hito Steyerl lehnt Bundesverdienst-Kreuz vorerst ab

In dem Zusammenhang wurde auch eine Bekannte des Opfers ermittelt. Sie soll zuletzt mit dem 60-Jährigen gesehen worden sein. Sie habe aber auf Anraten eines Anwaltes keine Angaben gemacht. Ihre Wohnung war durchsucht und ihr Auto sichergestellt worden.

Mehr zum Thema Berlin Crime: