Stadt gerät nach Pfändung und Ebay-Verkauf von Mops unter Druck

Ahlen - Die Stadt Ahlen in Nordrhein-Westfalen gerät wegen der Pfändung eines Mopses (TAG24 berichtete) immer mehr unter Druck.

Besitzerin Jordan ersteigerte ihren Hund über Ebay. (Symbolbild)
Besitzerin Jordan ersteigerte ihren Hund über Ebay. (Symbolbild)

Eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Innenministeriums sagte am Samstag gegenüber der "Rheinischen Post": "Um Geldforderungen einzutreiben, können zwar auch Tiere gepfändet werden, Haustiere jedoch grundsätzlich nicht."

Nur in Ausnahmefällen könnte ein Vollstreckungsgericht auf Antrag des Vollstreckungsgläubigers eine Pfändung des Haustieres zulassen.

Aufgrund hoher Schulden bei der Kommune war Mops "Edda" laut Angaben der Stadt von einer Familie gepfändet worden.

Ein Mitarbeiter der Stadt hatte das Tier schließlich über seinen privaten Ebay-Account verkauft und den Hund zudem als gesund und "mit Stammbaum" für 750 Euro angepriesen.

Wie nun die Sprecherin mitteilte, hätte die Mops-Dame zudem nicht über einen privaten Ebay-Account verkauft werden dürfen. "Gepfändete Sachen sind auf schriftliche Anordnung der kommunalen Vollstreckungsbehörde öffentlich zu versteigern", erklärte sie.

Es gebe bestimmte Formalien, Fristen, öffentliche Bekanntmachung und Mindestgebote, die eingehalten werden müssten. Das Anbieten eines gepfändeten Tieres auf einem privaten Ebay-Account erfülle diese Voraussetzungen nicht, stellte sie klar.

Mops-Dame "Edda" wurde aus ihrer Familie gepfändet. (Symbolbild)
Mops-Dame "Edda" wurde aus ihrer Familie gepfändet. (Symbolbild)

Titelfoto: dpa/123RF

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