Bundeswehr-Ausbilder soll Rekruten misshandelt haben

In der Westfalenkaserne gab es für Rekruten nicht viel zu lachen.
In der Westfalenkaserne gab es für Rekruten nicht viel zu lachen.  © DPA

Ahlen - In Ahlen muss sich ein Vorgesetzter der Bundeswehr wegen zahlreicher Vorwürfe aus seiner Zeit als Gruppenführer einer Ausbildungskompanie der Westfalenkaserne verantworten.

Angeklagt ist der Mann wegen Körperverletzung, Nötigung, Misshandlung von Untergebenen, entwürdigender Behandlung und Missbrauchs der Befehlsbefugnis.

Konkret geht es um Schläge und angedrohte Prügel während und zum Abschluss der Grundausbildung. Eine weibliche Soldatin soll der Mann bedrängt haben.

Das Amtsgericht hat bislang zwei Verhandlungstermine angesetzt, der Prozess beginnt am Dienstag (9 Uhr). Am 3. Juli werden weitere Zeugen vernommen.

Update, 11 Uhr: Zum Prozessstart kündigte der heute 30-Jährige über seinen Anwalt an, sich vorerst nicht zu den Vorwürfen zu äußern.

Ein erster Zeuge bestätigte Vorfälle von einer internen Zugfeier außerhalb der Kaserne im November 2016. Dabei soll der Angeklagte einen der Rekruten unter Druck gesetzt haben, so dass dieser sich bis zum Erbrechen betrank.

Der Zeuge schilderte den Kameraden als nicht mehr zurechnungsfähig. Eine Soldatin soll der Ausbilder laut dem 21 Jahre alten Zeugen gegen ihren Willen übers Gesicht geleckt haben.

Der Prozess wird am 3. Juli mit weiteren Zeugen-Aussagen fortgesetzt.

Titelfoto: DPA


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