Schweres Zugunglück in Bayern: Polizei meldet zwei Tote!

Aichach - Im Bahnhof der Kreisstadt Aichach (21.000 Einwohner) in der Nähe von Augsburg kam es am Montagabend zu einem schweren Zugunglück.

Rettungskräfte stehen in dem Wrack des Personenzuges.
Rettungskräfte stehen in dem Wrack des Personenzuges.  © News5

Ein Güterzug und ein Personenzug krachten ineinander. Zwei Menschen starben bei dem Unglück, wie die Bahn unter Berufung auf die Bundespolizei mitteilte. Bei den beiden Toten soll es sich um einen Lokführer und eine Passagierin handeln.

Der Lokführer des Güterzugs, gegen den der Personenzug einige hundert Meter vor dem Bahnhof in Aichach stieß, sei unversehrt geblieben. Angaben zur Identität der Toten konnte der Sprecher zunächst keine machen. Die Lage sei aber übersichtlich.

Mehrere Personen seien verletzt worden, als die beiden Züge gegen 21.20 Uhr auf der eingleisigen Strecke Ingolstadt-Augsburg kollidiert seien. Ein Sprecher der Bundespolizei sprach von 14 Verletzten. Darunter seien drei schwer- und mittelschwer Verletzte.

Die Strecke wurde gesperrt. Die Deutsche Bahn und die zuständigen Behörden sowie Rettungskräfte bemühten sich um schnelle Hilfe für die Betroffenen, hieß es weiter. Die Bergung sei begonnen worden, ein Bus-Ersatzverkehr wurde eingerichtet.

Die Unfallursache war zunächst unklar.

Das Foto zeigt den Personenzug und rechts die Lok des Güterzuges.
Das Foto zeigt den Personenzug und rechts die Lok des Güterzuges.  © dpa/Matthias Balk

Landrat dankt Anwohnern für Unterstützung

Update 00.17 Uhr: Der Landrat des Kreises Aichach-Friedberg hat sich zu dem schweren Zugunglück auf Facebook zu Wort gemeldet. Er dankte vor allem den Anwohnern der Kleinstadt, die die Einsatzkräfte unterstützten wo sie nur konnten. Viele von ihnen hätten sofort ihre Garagen zur Verfügung gestellt um Verletzte behandeln zu können.

Erste Informationen zum Unfallhergang

Update 00.04 Uhr: Wie die Aichacher Zeitung berichtet, soll sich der Unfall in Höhe einer Weichenanlage ereignet haben. Die Regionalbahn aus Augsburg soll dabei die Gleise des Güterzuges überquert haben. Bei diesem handle es sich vermutlich um einen Werkszug einer ansäßigen Firma, die Holz verarbeitet. Unklar sei jedoch ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt das Unglück verursacht hat.

Der Lokführer des Güterzuges sei bei dem Unglück unversehrt geblieben, so ein Sprecher des Bundespolizei.
Der Lokführer des Güterzuges sei bei dem Unglück unversehrt geblieben, so ein Sprecher des Bundespolizei.  © News5

Tödliches Zugunglück nur wenige Stunden zuvor

Erst wenige Stunden zuvor hatte es einen weiteren schweren Zugunfall gegeben. In Seeshaupt (Oberbayern) waren ein Auto und ein Zug an einem Bahnübergang zusammengestoßen. Dabei starben zwei Frauen.

Das bislang größte Zugunglück in Bayern ereignete sich im Februar 2016 im 138 km von Aichach entfernten Bad Aibling (bei Rosenheim). Zwei Personenzüge der Mangfalltalbahn waren dort zusammen gestoßen.

Damals starben zwölf Menschen, 89 wurden verletzt. Grund war ein unaufmerksamer Fahrdienstleiter, der ein Signal falsch stellte (TAG24 berichtete). Er wurde dafür zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Titelfoto: News5


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