CDU-Politiker vergleicht Homosexuelle mit Tieren

Josef Rief hat mit einem sehr diskussionswürdigen Beitrag zum Thema "Ehe für alle" für Zündstoff gesorgt.
Josef Rief hat mit einem sehr diskussionswürdigen Beitrag zum Thema "Ehe für alle" für Zündstoff gesorgt.

Aichstetten - Der CDU-Abgeordnete Josef Rief (57) hat beim Werksbesuch eines Spielzeugherstellers für einen Eklat gesorgt. Der Politiker wurde im Rahmen einer Diskussionsrunde zum Thema "Ehe für alle" angesprochen.

Wie die Schwäbische Zeitung berichtet, soll der 57-Jährige zunächst seine persönliche Ansicht kundgetan haben, warum er genau wie drei Viertel seiner Fraktion dagegen gestimmt hätte. "Das ist eine Gewissensentscheidung", so Rief.

Als das Gespräch plötzlich auf Partnerschaften zu sprechen kam, wo mehr als zwei Personen zusammenleben würden, sagte der CDU-Politiker:

"Und dann gibt es auch noch die, die sagen, dass sie Tiere lieben."

Danach soll es im Saal einen mächtigen Tumult gegeben haben. Der Vergleich von Homosexualität und dem sexuellen Missbrauch von Tieren hätte für Zündstoff gesorgt. Das ist nicht zu ertragen, entgegnete Bürgermeister Dietmar Lohmiller, der ebenfalls der Christlich Demokratischen Union angehört. Er habe das nicht so gemeint, versuchte sich Reif der unangenehmen Situation zu entledigen.

Queer.de zufolge soll Reif enge Kontakte zu Homo-Hassern pflegen. Einen Tag nach seinen umstrittenen Aussagen hat Reif bei der Schwäbischen Zeitung zurückgerudert. "Meine Aussage hat zu Missverständnissen geführt. Das bereue ich."

"Dieser Vergleich geht gar nicht, und den habe ich auch gar nicht so beabsichtigt [...]. Wenn ich damit jemanden verletzt haben sollte, tut mit das Leid", vollzog Reif die Kehrtwende.


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