Ferienwohnungen: Airbnb muss Namen und Adressen der Gastgeber offenbaren

München - Zu hohe Mieten und zu wenig Wohnungen: In München fehlt es an günstigem Wohnraum. Die Stadtverwaltung nimmt deswegen Anbieter privater Ferienwohnungen ins Visier und will an ihre Namen und Adressen kommen. Nun ist ein Urteil gefallen.

Airbnb soll der Stadt die Gastgeber verraten, die ihre Wohnung länger als acht Wochen anbieten. (Archivbild)
Airbnb soll der Stadt die Gastgeber verraten, die ihre Wohnung länger als acht Wochen anbieten. (Archivbild)  © DPA

Die Online-Buchungsplattform Airbnb muss der Stadt München die Namen und Adressen von Anbietern illegal genutzter Ferienwohnungen preisgeben.

Wie das Verwaltungsgericht München am Donnerstag mitteilte, haben die Richter am Vortag eine Klage des US-amerikanischen Unternehmens gegen eine entsprechende Anordnung der Stadt abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Behörden der bayerischen Landeshauptstadt können somit die Daten aller privaten Unterkünfte bei Airbnb anfordern, die länger als acht Wochen im Zeitraum von Januar 2017 bis einschließlich Juli 2018 als Ferienwohnung angeboten worden sind.

Private Wohnungen, die mehr als acht Wochen im Jahr als Ferienwohnung angeboten werden, gelten als zweckentfremdet - die Anbieter begehen eine Ordnungswidrigkeit. Airbnb bedauerte das Urteil und kündigte an, weitere Schritte prüfen zu wollen.

München nimmt bei der Jagd auf zweckentfremdete Wohnungen die Onlineplattform Airbnb ins Visier.
München nimmt bei der Jagd auf zweckentfremdete Wohnungen die Onlineplattform Airbnb ins Visier.  © DPA

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0