Airbus-Pilot 20 Jahre ohne Lizenz unterwegs, dann fliegt er in Deutschland auf

Frankfurt am Main/Johannesburg - Ein Betrugsskandal erschüttert die Luftfahrt!

Der Co-Pilot hatte seine Lizenz schlichtweg gefälscht. (Symbolbild)
Der Co-Pilot hatte seine Lizenz schlichtweg gefälscht. (Symbolbild)  © DPA

Wie BBC berichtet, ist ein Pilot der South African Airways (SAA) zirka 20 Jahre lang Passagiermaschinen geflogen, ohne eine Lizenz zu besitzen. Diese hatte er offenbar gefälscht. Daraufhin wurde er vom Dienst freigestellt.

Aufgeflogen war der Betrüger bei einem Linienflug von Johannesburg nach Frankfurt, bei dem der Mann als Co-Pilot eingesetzt war.

Dem Bericht nach handelte es sich um die Flugnummer SA260. Die Airbus 340 war am 6. November 2018 über den Schweizer Alpen in Turbulenzen geraten.

Die Piloten sollten ein routinemäßiges Manöver durchführen, um das Flugzeug in der Luft zu stabilisieren. Während des Vorfalls hatte der Mann die Verantwortung über den Flieger - dabei flog der Lizenz-Schwindel auf.

Die Fluggesellschaft stellte allerdings klar, dass der mittlerweile geschasste Co-Pilot immerhin im Besitz einer Berufspiloten-Lizenz war (zum Fliegen von Maschinen berechtigt, die nur einen Piloten benötigen). Auch habe er alle Sicherheitstrainings ohne Probleme gemeistert - eine Gefahr habe angeblich zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Der Mann arbeitete seit 1994 für die südafrikanische Fluggesellschaft. Fünf Jahre nach dem Eintrittsdatum müssen alle Piloten eine Lizenz für Verkehrspiloten aufweisen können. So kam es letztendlich zur Fälschung.

Nun hat die Airline gegen ihren Ex-Piloten Strafanzeige gestellt.

Der Mann hatte einen Airbus geflogen. (Symbolbild)
Der Mann hatte einen Airbus geflogen. (Symbolbild)  © DPA

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