Bischof verbreitet irrwitzige Theorie, wieso es Schwule gibt

Akaki - Mit seinen Aussagen über Homosexualität hat ein zypriotischer Bischof für Empörung gesorgt. Neophytos Masouras gab bestimmten sexuellen Handlungen die Schuld daran, dass Menschen mit Personen ihres Geschlechts Intimität herstellen möchten.

Neophytos Masouras glaubt, dass schwangere Frauen ihre Freude am Analverkehr an die Kinder weitergeben.
Neophytos Masouras glaubt, dass schwangere Frauen ihre Freude am Analverkehr an die Kinder weitergeben.  © Twitter Screenshot / @not_comey

Der Geistliche sprach bereits im Juni in einer Grundschule in Akaki. Seine Aussagen wurden später in den Sozialen Medien gepostet und gingen schließlich viral.

Masouras behauptet, dass es schwule und lesbische Menschen nur gäbe, wenn schwangere Frauen Analsex hätten.

"Es passiert während des Geschlechtsverkehrs oder der Schwangerschaft der Eltern. Es wird dabei eine abnormale sexuelle Handlung ausgeübt. Um es klarer Auszudrücken, Analverkehr. [Der Heilige Porphyrios] sagt, wenn die Frau das mag, entsteht ein Verlangen, das an das Kind weitergegeben wird", so der Bischof vollen Ernstes.

Ganz ähnliche Theorien verbreitete Masouras bei öffentlichen Befragungen, bei denen sowohl Kinder als auch Eltern im Publikum saßen.

Auf Social Media finden Kommentierende deutliche Worte für die Analsex-Theorie.

"Das Problem ist nicht dieser Ignorant, das tragische Problem ist, dass es Tausende gibt, die ihm glauben", "Also wenn die Frau Oral-Sex praktiziert, wird das Kind dann Zahnarzt", fragt jemand ketzerisch.

Auch wenn in Zypern Homosexualität 1998 entkriminalisiert wurde, schlägt sich die LGBTI-Gemeinde noch immer mit Vorurteilen herum. So soll ein Geistlicher noch Anfang der 90er Jahre schwule Menschen dazu beschworen haben, besser ledig zu bleiben und für ihre Sexualität zu beten.

Klingt wie ein Märchen. Die Gelüste der schwangeren Damen gehen angeblich auf ihre Kinder über.
Klingt wie ein Märchen. Die Gelüste der schwangeren Damen gehen angeblich auf ihre Kinder über.  © 123RF / tatchai (Symbolbild)

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