Angela Merkel über Kanzler-Frage: AKK hat gute Chancen auf Kanzlerkandidatur

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) räumt Annegret Kramp-Karrenbauer (56, CDU) gute Chancen auf die Kanzlerkandidatur ein.

Angela Merkel (r.) hat Annegret Kramp-Karrenbauer (l.) gegen Kritik verteidigt, weil diese das Amt der Verteidigungsministerin entgegen früheren Ankündigungen übernahm.
Angela Merkel (r.) hat Annegret Kramp-Karrenbauer (l.) gegen Kritik verteidigt, weil diese das Amt der Verteidigungsministerin entgegen früheren Ankündigungen übernahm.  © dpa/Michael Kappeler

Sie nehme auf ihre Nachfolge zwar keinen Einfluss, sagte Merkel am Freitag bei ihrer traditionellen Sommerpressekonferenz in Berlin.

Das müsse die Partei entscheiden. "Aber Annegret Kramp-Karrenbauer ist Parteivorsitzende und ist damit natürlich in einer wichtigen und auch entscheidenden Position. Das ist ja gar keine Frage."

Auf die Frage, ob der neue Job der Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer einen Vorteil bei der Kanzlerkandidatur verschaffen könnte, sagte Merkel, das Ministerium sei sicherlich "eines der wichtigen und schwierigen Ressorts in der Bundesregierung".

Sie betonte, dass die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur eine Entscheidung der CDU gemeinsam mit der CSU sei.

Merkel verteidigt Kramp-Karrenbauer gegen Wortbruch-Vorwurf

Angela Merkel (r.) räumt Annegret Kramp-Karrenbauer (l.) gute Chancen auf die Kanzlerkandidatur ein.
Angela Merkel (r.) räumt Annegret Kramp-Karrenbauer (l.) gute Chancen auf die Kanzlerkandidatur ein.  © DPA

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Annegret Kramp-Karrenbauer gegen Kritik verteidigt, weil diese das Amt der Verteidigungsministerin entgegen früheren Ankündigungen übernahm.

Den Vorwurf eines Wortbruchs ließ Merkel am Freitag in Berlin vor Journalisten aus dem In- und Ausland nicht gelten. Kramp-Karrenbauer hatte lange erklärt, sie wolle sich auf den CDU-Vorsitz konzentrieren.

Es gebe in der Politik immer wieder Entwicklungen, die neue Entscheidungen nötig machten, sagte Merkel. "Ich freue mich jedenfalls, dass Annegret Kramp-Karrenbauer sich jetzt entschieden hat, Verteidigungsministerin zu sein."

Merkel äußerte sich überzeugt, dass das Amt der CDU-Vorsitzenden mit dem Amt der Verteidigungsministerin zu vereinbaren sei.

"Wo immer sie arbeitet, arbeitet sie gerade mit 100 Prozent. Aber für jeden Menschen hat der Tag auch nur 24 Stunden", sagte sie auf die Frage, wie Kramp-Karrenbauer den versprochenen vollen Einsatz für beide Positionen leisten könne.

Titelfoto: DPA

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