Deshalb wünscht sich Guido Maria Kretschmer "schwule Söhne" für AKK!

Von Björn Strauss

Berlin - TV-Liebling Guido Maria Kretschmer (53) hat einen ganz bestimmten Wunsch für die christliche AKK (Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU, 56), die als neue CDU-Vorsitzende schließlich "eine Vorbild-Funktion" hätte.

Guido Maria Kretschmer (re.) ist glücklich mit seinem Ehemann Frank.
Guido Maria Kretschmer (re.) ist glücklich mit seinem Ehemann Frank.  © DPA

Im Interview mit "Der Westen" sagt der Designer: "Ich habe nichts gegen Frau Kramp-Karrenbauer, aber ich wünsche ihr sehr, dass sie mal zwei schwule Söhne bekommt, das wäre mein größter Traum. Dann würde sie spüren, was das mit einem macht, wenn der Sohn darum bittet, heiraten zu können."

Das sitzt! Auf den ersten Blick klingt es wie eine Strafe, "schwule Söhne" zu haben. Aber nur auf den ersten...

Auslöser für seine klaren Worte ist ganz offenbar Annegret Kramp-Karrenbauers Ablehnung der "Ehe für alle" (Homo-Ehe). Sie wird auch nicht müde, ihre Position diesbezüglich zu betonen und hundertfach in allen Talkshows zu wiederholen sowie keinesfalls zu revidieren, wie sie es zum Beispiel bei Lanz im ZDF sagte. "Das war meine Position. Das ist meine Position", beharrt sie inständig.

Im Zusammenhang mit der so genannten "Home-Ehe" fallen immer wieder AKKs Vergleiche mit "Polygamie und Inzucht"... Auch das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare lehnt die starre CDU-Politikerin bekannterweise ab.

CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (56) ist gegen die "Ehe für alle".
CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (56) ist gegen die "Ehe für alle".  © DPA

Designer Guido Maria Kretschmer hingegen steht offen zu seiner Homosexualität. In dem Interview macht er deutlich, was er Kritikern der Homo-Ehe gern entgegnen möchte.

Der Shopping-Queen-Moderator hatte im September 2018 seinen Partner Frank geheiratet (TG24 berichtete). "Wir haben das wirklich mit Liebe getan, und das war so ein wunderschönes Fest! Noch heute werde ich auf der Straße darauf angesprochen... Das ist ein großes Glück in meinem Leben gewesen, und ich sag ja auch immer: Vielen Dank Deutschland, dass das geht", macht er im Interview SEINE Sicht auf die "Ehe für alle" deutlich.

Auf die Frage, was er den Kritikern der Homo-Ehe gerne sagen würde, antwortet Guido: "Ich kann nur allen, wie zum Beispiel bei Frau Kramp-Karrenbauer, die ja auch dagegen ist, sagen: Was ist das für ein Wahnsinn! Homosexualität ist doch kein Ausbildungsberuf. Man sucht sich das nicht aus. Und wenn man anständig lebt, wieso soll ich nicht die Chance haben, dass ich allen zeigen kann, dass Frank und ich zusammengehören?"

Auch die Schlussantwort hat eine klare Botschaft:

"Ich fand es nur erstaunlich, dass sie so denkt. Dann ist sie nicht die, die an meiner Seite stehen könnte. Sie ist dann niemand, den ich unterstützen könnte, da frage ich mich was das soll und warum man das tut! Schließlich wird Annegret Kramp-Karrenbauer nichts genommen. Sie könnte sich eher freuen, dass es so viele gibt in diesem Land, die aufpassen, die die Fahne für Demokratie, für Anstand und solche Dinge hochhalten und ich finde, die 'Ehe für alle' ist eine Errungenschaft von Menschlichkeit."

Im Dezember übernahm AKK den CDU-Vorsitz von Merkel.
Im Dezember übernahm AKK den CDU-Vorsitz von Merkel.  © DPA

"Gerade für eine christliche Partei. Deswegen ist mir diese Aussage unbegreiflich, ich wünsche ihr alles Gute, toi toi toi kann ich nur sagen. Aber ich fand das trotzdem blöd, weil sie das ja auch immer wieder wiederholt hat. Sie bleibt ja dabei. Sie hat ja nicht gesagt: Gut, ich hab mich da etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Deswegen hoffe ich sehr, dass das nicht Schule macht."

Die Haltung zur Home-Ehe ist nicht ihr erster offensichtlicher Fehlgedanke, der (so genannte) Minderheiten benachteiligt:

Die Faschings-affine AKK hatte erst in der vergangenen Woche einen "Witz" auf Minderheiten-Kosten gemacht. Da ließ sich die CDU-Chefin über Toiletten fürs "dritte Geschlecht" aus. "Guckt Euch doch mal die Männer von heute an", witzelte die doppelnamige Christdemokratin unverdrossen.

"Wer war denn von Euch vor Kurzem mal in Berlin, da seht Ihr doch die Latte-Macchiato-Fraktion die, die Toiletten für das dritte Geschlecht einführen. Das ist für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür ... ist diese Toilette." Schwamm drüber? Gut, es war Fasching (Karneval) - da benehmen sich bekanntlich viele daneben...

Aber das zeigte einmal mehr, dass die deutliche Kritik von vielen Seiten an ihr begründet ist. Dem Thema Intersexualität scheint die gestandene Frau noch nicht gewachsen - es geht dabei nämlich NICHT darum, ob Männer im Stehen pinkeln. Es kommen zu viele unüberlegte Worte, die der Position einer "christlichen Chefin" leider NICHT würdig sind...

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