Ärzte-Hymne gegen Neonazis stürmt die Charts

Die Ärzte bei einem Konzert 2012 am Elbufer in Dresden.
Die Ärzte bei einem Konzert 2012 am Elbufer in Dresden.

Dresden - Zur symbolischen Unterstützung von Flüchtlingen setzt sich derzeit die "Aktion Arschloch" dafür ein, das Lied "Schrei nach Liebe" von den Ärzten wieder in die Charts zu bringen.

Der Song war erstmals 1993 veröffentlicht worden und richtet sich gegen Neonazis. Die Initiatoren wollen damit nach eigenen Angaben, "auf einfache Weise dazu beitragen, ein Zeichen gegen die in Deutschland grassierende Fremdenfeindlichkeit zu setzen".

„Die Ärzte finden es gut und wichtig, dass im Radio Stellung bezogen wird. Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool“, teilte die Ärzte mit.

“Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern. Wir wollen an dieser Sache definitiv nichts verdienen und werden alle Einnahmen von ‚Schrei nach Liebe‘ an Pro Asyl spenden. Wir wünschen allen Nazis und ihren Sympathisanten schlechte Unterhaltung.“

Bela B. und die Ärzte haben in der Vergangenheit immer wieder Zeichen gegen Neonazis gesetzt.
Bela B. und die Ärzte haben in der Vergangenheit immer wieder Zeichen gegen Neonazis gesetzt.

Mittlerweile hat die Initiative „Aktion Arschloch“ eine eigene Homepage sowie einen Facebook- und Twitter-Auftritt.

Dort wird dazu aufgerufen, "Schrei nach Liebe" bei gängigen Anbietern wie iTunes, Amazon oder Google Play zu kaufen, es bei Streaming-Diensten zu hören und es sich in Radiosendern sowie in Clubs zu wünschen.

Twitter verbreitet sich die Idee zudem als Trending-Thema mit dem Hashtag #AktionArschloch. Schon nach wenigen Tagen hat die Aktionen Erfolg:

Am Donnerstag hatte "Schrei nach Liebe" Platz eins der iTunes-Single-Charts erreicht - und auch bei Google Play rangierte der Song auf dem ersten Platz.

Fotos: Christian Suhrbier, dpa


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