Für 1,2 Millionen Euro: Abrissbirne macht "Aktivist" platt

1910 entstand die Fabrik als "Junghans und Rößel".
1910 entstand die Fabrik als "Junghans und Rößel".  © Stadtarchiv Zwickau

Zwickau - Der Countdown tickt. Am Montag beginnt der Abriss der Überreste der Micado-Strickwarenfabrik, den Zwickauern besser bekannt als „Aktivist“.

Seit der Insolvenz 2004 stand das Gebäude leer. Für insgesamt 1,2 Millionen werden die Gebäude aufwendig zurückgebaut und anschließend auch der Boden saniert.

„Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich dabei auf 136.500 Euro“, sagt Rathaussprecher Mathias Merz (47). Nach dem Rückbau wird das Gelände zur Grünfläche. „Eine städtebauliche Bebauung ist das Ziel.“

Aus der Taufe gehoben wurde das Unternehmen 1910 als „Junghans und Rößel“. Nach dem Zweiten Weltkrieg zwangsenteignet, fusionierte das Unternehmen mit anderen zum VEB Aktivist, produzierte Bademoden und Trikotagen.

Nach der Wende firmierte das Ganze dann unter dem Namen Micado Strickwaren. Produziert wurde Baby- und Kindermode.





Das Ende ist nahe: Am Montag beginnen die Abrissarbeiten des ehemaligen VEB 
Strickwarenfabrik „Aktivist“.
Das Ende ist nahe: Am Montag beginnen die Abrissarbeiten des ehemaligen VEB Strickwarenfabrik „Aktivist“.  © Sven Gleisberg
Bild aus besseren Tagen: Die Strickwarenfabrik zu ihrer Glanzzeit.
Bild aus besseren Tagen: Die Strickwarenfabrik zu ihrer Glanzzeit.  © Stadtarchiv Zwickau