Aktivisten befreien Rhein-Ufer vom Müll und machen erschreckende Entdeckung

Frankfurt - Sogar eine Granate war dabei: Müll von jeder Größenordnung und Art haben Hunderte Freiwillige aus Hessen und Rheinland-Pfalz beim "Rhine Cleanup Day" aus dem Rhein gezogen.

Der Granaten-Fund wurde von Freiwilligen gemacht, die im Rahmen des "Rhine Cleanup Day" aktiv waren.
Der Granaten-Fund wurde von Freiwilligen gemacht, die im Rahmen des "Rhine Cleanup Day" aktiv waren.  © DPA

Die Flakgranate aus dem Zweiten Weltkrieg, die Freiwillige im Mainzer Winterhafen fanden, soll noch im Laufe des Abends gesprengt werden, wie eine Sprecher der Feuerwehr sagte.

Die Großputzaktion "Rhine Cleanup Day" sollte ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viel Dreck Menschen hinterlassen, sagte Joachim Umbach, einer der Initiatoren des Projektes. Die Aktion fand in diesem Jahr zum ersten Mal in 58 Städten entlang des Rheins statt. In Hessen gab es vier und in Rheinland-Pfalz 16 Standorte.

Mit dabei war unter anderem Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz. Koordinator Udo Diehl berichtete von 30 Freiwilligen. In Erbach, einem Stadtteil der Rheingauer Stadt Eltville in Hessen, war die Gruppe kleiner und teilweise jünger. "Sechs Leute und ein Kleinkind" hätten zehn Säcke Müll eingesammelt, berichtete Koordinatorin Gabriele Craß.

In Wiesbaden wurden die etwa 130 Anmeldungen mit 150 Teilnehmern in den am Rhein gelegenen Stadtteilen Schierstein und Biebrich noch übertroffen. Drei Container seien aufgestellt worden, berichtete Koordinatorin Sina Schreiner von der VRM. Unter anderem ein Tresor sei bei der Aufräumaktion zum Vorschein gekommen.

Der Samstag war auch der "World Cleanup Day". Bei der 2008 in Estland gestarteten Umweltbewegung säubern weltweit Millionen Menschen Straßen, Parks, Strände, Wälder und Flussufer.

Titelfoto: DPA


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