Brennen erneut die Fahnen? Anti-Israel-Demo zieht wieder durch Berlin

Berlin - Mehrere hundert Menschen wollen am Samstag (13.30 Uhr) gegen den anti-israelischen Al-Kuds-Aufmarsch von radikalen Muslimen in Berlin demonstrieren.

Zahlreich Menschen demonstrieren am Al-Kuds-Tag. (Bildmontage)
Zahlreich Menschen demonstrieren am Al-Kuds-Tag. (Bildmontage)  © DPA

Parteien und Initiativen haben aufgerufen, gegen die israelfeindliche Demonstration auf die Straße zu gehen. Auch Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) kündigte seine Teilnahme an.

Die alljährliche Al-Kuds-Demonstration von Palästinensern und anderen Gruppen gegen die Existenz Israels beginnt am Samstagnachmittag gegen 14.30 Uhr auf dem Adenauerplatz am Kurfürstendamm. Erwartet werden wie in früheren Jahren einige hundert Teilnehmer. Jedes Jahr kommt es dabei zu antisemitischer Hetze und Straftaten.

Zu den Gegenveranstaltungen in der Umgebung des Ku'damm werden bis zu 1000 Teilnehmer erwartet. Schon am Freitag demonstrierten rund 500 Menschen gegen die Al-Kuds-Demo.

Die größte Gegenveranstaltung beginnt um 13.30 Uhr am Nollendorfplatz. Die Polizei wird mit einem größeren Aufgebot die Demonstrationen begleiten und voneinander entfernt halten. Zugleich will die Polizeibehörde darauf achten, dass antisemitische Parolen unterbleiben.

Am Al-Kuds-Tag, der am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan liegt, ruft der Iran jedes Jahr zur Eroberung Jerusalems auf. Er erkennt den Staat Israel nicht an. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Der Tag geht auf einen Aufruf des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Chomeini zurück.

Titelfoto: DPA


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