Das sagen die Kritiker zu Disneys "Aladdin" mit Will Smith!

Dresden - Doch kein Reinfall? Der erste Trailer zu Disneys Realverfilmung vom Zeichentrickklassiker "Aladdin" kassierte einen heftigen Shitstorm (TAG24 berichtete). Das Endresultat soll laut vielen Kritikern allerdings viel besser sein.

Will Smith als Dschinni soll nach übereinstimmender Meinung vieler Kritiker eines der großen Highlights in "Aladdin" sein.
Will Smith als Dschinni soll nach übereinstimmender Meinung vieler Kritiker eines der großen Highlights in "Aladdin" sein.  © PR/Disney

Björn Becher von "filmstarts.de" schreibt: "Doch im fertigen Film erweist sich nun ausgerechnet der Fanliebling der Zeichentrickvorlage erneut als Prunkstück – und das liegt vor allem an Will Smith und den im Vergleich zu den Trailern deutlich besseren (wenn auch nicht fehlerfreien) visuellen Effekten."

Becher schreibt weiter, dass "Superstar Will Smith der Disney-Kultfigur trotzdem seinen ganz eigenen Stempel" aufdrücke. "Dabei zeigt er Spielfreude, Charme und Charisma wie seit seinen besten Zeiten nicht mehr. Das trägt wesentlich dazu bei, dass Guy Ritchies Neuauflage ein kurzweiliges und in den besten Momenten sehr lustiges Abenteuer-Musical geworden ist."

Becher lobt auch die beiden Hauptdarsteller: "Naomi Scott („Power Rangers“) und Newcomer Mena Massoud harmonieren von der ersten Sekunde als ebenbürtiges Paar, die beide mit hoher Schlagfertigkeit punkten können."

Alexandra Seitz von "epd-film" schreibt, dass Guy Ritchie "die alte Faszination zum Leben" erwecke und "sich voll vergnügten Elans hinein in Ali Babas mit funkelnden Reichtümern angeräumte Höhle und protzt mit Farben und Formen" stürze.

" Und behält dabei doch, strotzend vor kinetischer Energie und rasant in den verbalen Schlagabtäuschen, immer das Herz am rechten Fleck und die Tradition respektvoll im Blick" folgert sie.

Guter Film mit Schwächen

"Aladdin" soll insgesamt ein grundsolider Film sein.
"Aladdin" soll insgesamt ein grundsolider Film sein.  © PR/Disney

Andreas Borcholte von "Spiegel Online" zeigt sich ebenfalls angetan von der Qualität des Filmes: "'Aladdin' ist ein sympathischer, bisweilen sehr komischer Film geworden, der vor allem eines richtig macht: Statt den Plot auf Krampf zu modernisieren oder politisch zu problematisieren, konzentriert sich Guy Ritchie, der auch das Drehbuch schrieb, auf das Wesentliche: ein gutmütiges und zutiefst eskapistisches Singspiel zu inszenieren, das leichtherzig wirkt."

Die beiden Hauptdarsteller wirken für ihn "leicht überfordert", was bei der "entwaffnenden Rumpeligkeit" des Filmes aber nicht großartig auffallen würde. Zwar entfalte "Aladdin" "nicht den ganz großen Zauber. Aber er bezaubert ein bisschen", so Borcholte weiter.

Robert Hofmann nennt den Film in seiner Video-Kritik bei YouTube trotz 129 Minuten Laufzeit "kurzweilig", "ein buntes Spektakel" und sagt weiter: "Will Smith rockt die Show!"

Doch er hat auch Schwächen ausgemacht. Bösewicht Djafar bleibe "blass", dazu überrasche die bekannte Geschichte nicht.

Antje Wessels nennt die Szenen von Will Smith als Dschinni in ihrer Video-Review für "FredCarpet" "teilweise Comedy-Gold". Der Mittelteil sei das Beste an dem Film. Doch "nicht nur im Vergleich zum Zeichentrick-Original von 1992, sondern generell" sei die Neuverfilmung "sehr schwach geworden". Sie bezeichnet ihn als "schwächste" aller Disney-Relaverfilmungen der letzten Jahre. Es gebe zu viel "Füllmaterial", er sei "abgefilmtes Musical-Theater" und "austauschbar". Sie bemängelt zudem die Songs und die Künstlichkeit der Neuverfilmung.

Es gibt also unterschiedliche Ansichten, doch insgesamt ist das Echo eher gut. Bei "Rotten Tomatoes" bewerten 61 Prozent von 135 Kritikern "Aladdin" positiv.

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