Alarm im Knast! Waffe in der JVA Dresden verschwunden

In der JVA auf dem Hammerweg herrschte Alarmzustand. Ein Messer war verschwunden.
In der JVA auf dem Hammerweg herrschte Alarmzustand. Ein Messer war verschwunden.  © Holm Helis

Dresden - Ausnahmezustand in der JVA Dresden am Hammerweg: Aus einem der Knast-eigenen Betriebe ist eine gefährliche Waffe verschwunden!

"Mittwochfrüh fiel auf, dass ein Küchenmesser aus der Fleischerei verschwunden ist" , bestätigt der Sprecher des Justizministeriums Sebastian Hecht (37). "Die Klinge ist 15 Zentimeter lang." Sofort leiteten die Justizbeamten umfassende Sicherheitsmaßnahmen ein!

Seit Mittwoch (10.50 Uhr) darf kein Gefangener mehr seine Zelle verlassen. Knackis, die in Fleischerei oder Küche beschäftigt waren, wurden sofort durchsucht - ohne Erfolg.

Darum weiteten die Beamten gestern die Durchsuchungen auf sämtliche Zellen und Insassen aus. Auch die Spezialkräfte der „Sicherheitsgruppe Justizvollzug“ wurden angefordert, sind seit Mittwoch in der JVA im Einsatz.

„Das Messer wurde noch nicht gefunden“, sagt Sebastian Hecht. „Die Suche und Sicherheitsmaßnahmen laufen weiter.“

Auch alle Besuche wurden gestrichen. Außer den Bediensteten kommt niemand mehr in die JVA rein oder raus (Ausnahme: Entlassungen, Gerichtsverhandlungen) - bis das Messer gefunden ist ...

Pikant: Nach MOPO24-Informationen verschwand die Waffe bereits am Dienstag, was den Justizbeamten jedoch nicht aufgefallen sein soll.

UPDATE 12:15 Uhr: Gegen 12 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Wie das Justizministerium MOPO24 mitteilte, wurde das Messer gefunden. Zu den genaueren Umständen gibt es noch keine Informationen.

UPDATE 16:15 Uhr: Nach den jüngsten Erkenntnissen des Justizministeriums wurde das Messer bei der Kontrolle der gepressten Küchenabfälle von einem Bediensteten gegen 11:45 Uhr entdeckt. Es hatte eine Klingenlänge von 14 Zentimetern.

Weiter hieß es: "Gegen 12.15 Uhr wurde der Normalbetrieb der Anstalt wieder aufgenommen. Bis dahin waren die Gefangenen in ihren Hafträumen unter Verschluss."

Insgesamt seien 187 Mitarbeiter an der Durchsuchung beteiligt gewesen, aktuell sei die JVA Dresden mit 754 Gefangenen belegt.

 
Im Gefängnis wurde fieberhaft nach der Waffe gesucht (Symbolfoto).
Im Gefängnis wurde fieberhaft nach der Waffe gesucht (Symbolfoto).  © DPA

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