Wilderer feiern sich für feigen Bären-Mord: Doch sie freuen sich zu früh

Alaska - Es sind grausamen Aufnahmen, die von der Gesellschaft "The Humane Society of the United States" bei Facebook und YouTube veröffentlicht wurden. Mit guten Grund: Sie sollen helfen, Tierleben zu retten.

Der Vater schießt mehrfach in die Winterschlafhöhle der Schwarzbärin und ihrer zwei Jungen.
Der Vater schießt mehrfach in die Winterschlafhöhle der Schwarzbärin und ihrer zwei Jungen.  © Screenshot Youtube/Humane Society of the United St

Zwei Männer, Vater und Sohn, nähern sich in Alaska auf Skiern einer Höhle. Darin hält eine Schwarzbärin mit ihren zwei Jungen Winterschlaf. Beide Männer, die mit freiem Oberkörper unterwegs sind, sind bewaffnet. Sie schauen in den Schlafplatz der Bärenfamilie, um sich zu überzeugen, dass sie auch tatsächlich bewohnt ist.

Dann legt der Vater an und schießt mehrfach auf die schlafenden Tiere. Mutter und beide Babys werden von ihnen getötet. Die beiden ziehen das ermordete Tier heraus und klatschen dann triumphierend ab. Sie feiern sich für das Töten von nichtsahnenden, schlafenden Tieren!

Schließlich posiert der Jüngere der beiden mit der Bärenleiche, lässt sich mit seiner Beute fotografieren. Schließlich ziehen sie ihr das Fell ab und verschwinden vom Tatort. "Wir töten wo wir wollen", sagt noch der Vater zu seinem Sohn.

Denn in Alaska ist in einigen Regionen zwar das Jagen von Bären und ihren Jungen erlaubt, allerdings nicht in diesem Gebiet.

Nach ihrer feigen Tat klatschen sie die Wilderer triumphierend ab.
Nach ihrer feigen Tat klatschen sie die Wilderer triumphierend ab.  © Screenshot Youtube/Humane Society of the United St

Einige Tage später kommen sie zum Tatort zurück, um sicherzugehen, dass sie keine Spuren zurückgelassen haben, die sie für ihre Tat überführen könnten. Sie suchen noch einmal die Gegend nach Patronenhülsen ab und stecken die Babyleichen in Plastiksäcke, um sie auch verschwinden zu lassen.

Was sie allerdings nicht ahnen: Ihre Taten wurden von einer Kamera gefilmt, die gegenüber der Bärenhöhle installiert wurde, um das Leben der kleinen Familie zu filmen. Das kann sie jetzt traurigerweise nicht mehr, allerdings konnten dank ihr die Täter überführt werden.

Wie "The Humane Society of the United States" berichtet, wurden Vater und Sohn von den Ermittlungsbehörden ausfindig gemacht. Sie wurden wegen Wilderei verurteilt.

Laut US Today muss der 41-Jährige Vater 10.000 Euro Strafe zahlen, muss drei Monate ins Gefängnis und darf zehn Jahre nicht mehr jagen. Sein Sohn (18) wurde zu gemeinnütziger Arbeit und einer 30-tägigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Außerdem verlor er für zwei Jahre seine Jagdlizenz.

VORSICHT! VOR DEM ANSCHAUEN BEDENKEN, DAS VIDEO ENTHÄLT GEWALTDARSTELLUNG

Titelfoto: Screenshot Youtube/Humane Society of the United St


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