Kaum zu glauben: Bei der Albertbrücke bleibt Geld übrig!

200 Tonnen Stahl und 1900 Kubikmeter Beton haben die Arbeiter bereits verbaut.
200 Tonnen Stahl und 1900 Kubikmeter Beton haben die Arbeiter bereits verbaut.

Von Dirk Hein

Dresden - Etwa die Hälfte der Albertbrücke ist bereits saniert. Mit Blick auf die chaotische Rathaussanierung, die 100 Millionen Euro teurer als geplant wird, kaum zu glauben: Die Stadt liegt nicht nur im Zeitplan, sondern hat sogar noch Millionen übrig!

Der Grund: 2,3 Millionen Euro gab es jetzt obendrauf als Fördergelder vom Land. Das Geld fließt für die vor der Sanierung aufgebaute Radler- und Fußgängerbrücke.

„Wir haben intensiv im Landesamt für Straßenbau und Verkehr nachverhandelt, neue Zahlen vorgelegt und konnten nachweisen, dass die Behelfsbrücke alternativlos ist“, so Professor Reinhard Koettnitz (59), Chef im Straßen- und Tiefbauamt.

Überraschende Erkenntnisse bei der Baustellenbegehung mit Professor Reinhard Koettnitz (59).
Überraschende Erkenntnisse bei der Baustellenbegehung mit Professor Reinhard Koettnitz (59).

Mit den extra Millionen sollen eventuelle Mehrkosten abgefedert werden. Im besten Fall bleibt aber sogar reichlich Geld übrig.

„Ein Puffer, der Gold wert ist. Seit sich die Politik nicht mehr in die Brückensanierung einmischt, läuft es“, schmunzelt Koettnitz.

Auch der Zeitplan steht. Auf der Brücke liegen die Bauarbeiter gerade einmal 14 Tage hinter dem Plan. Den ganzen Winter über konnte durchgearbeitet werden - bis minus fünf Grad kann Beton gegossen werden.

200 Tonnen Stahl und 1900 Kubikmeter Beton - das Gewicht von 1000 ausgewachsenen Elefanten - wurden bereits verbaut.

Kann wie geplant weiter gearbeitet werden, sollen Ende Februar deutlich mehr als eine Brückenhälfte betoniert sein.

14 Tag hinter dem Zeitplan - das ist nichts für eine Baustelle dieser Größenordnung.
14 Tag hinter dem Zeitplan - das ist nichts für eine Baustelle dieser Größenordnung.

Aktuell wird vor allem an den vorgebauten Brückenkanzeln gearbeitet. Die Schalung zum späteren Betonieren wird jeweils individuell per Hand angefertigt.

Im Sommer sollen zwei Drittel der Brücke komplett fertig sein, ein Jahr später die ganze Albertbrücke samt Sachsenplatz und Rosa-Luxemburg-Platz.

Die Stadt investiert 23 Millionen Euro. Pro Tag fuhren vor der Sanierung etwa 20.000 Autos über die Elbquerung.

Fotos: Eric Münch


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