Nix mit neuem Radweg! Albertstraße bleibt vierspurig

Dresden - Wer hat wohl die meisten Unterstützer in der Stadt? Autofahrer oder Radler? Donnerstagabend entbrannte im Stadtrat eine mehrstündige Verbalschlacht um die Zukunft der Albertstraße. Am Ende siegten vier über zwei Räder ...

Eine Spur der Albertstraße sollte nach den Vorstellungen von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) in eine Radspur umgewandelt werden.
Eine Spur der Albertstraße sollte nach den Vorstellungen von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) in eine Radspur umgewandelt werden.  © Holm Helis

CDU, FDP und Bürgerfraktion wollten das rot-grün-rote Vorhaben stoppen lassen, einen Fahrstreifens zugunsten eines Radwegs zu opfern. Mit Erfolg! Die Straße in der Neustadt bleibt vierspurig! "Wir halten den Rückbau nicht für notwendig, es gibt dort genug Raum für Radfahrer", sagte CDU-Chef Jan Donhauser (49). "Die Stadtverwaltung sollte nach einer Lösung suchen, welche die Interessen aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt."

Der Meinung ist auch Thomas Blümel (53) von der Bürgerfraktion: "Wir wollen nicht, dass Autofahrer beeinträchtigt werden."

"Es ist doch eindeutig, dass der Autoverkehr an der Albertstraße durch den Rückbau gar nicht beeinflusst wird", findet hingegen Grünen-Politiker Johannes Lichdi (54). Wenn's nach Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) gegangen wäre, hätte Anfang März der Bau eines neuen Radwegs an der Albertstraße begonnen.

"Es ist bedauerlich, dass es in absehbarer Zeit keine Verbesserung für Radfahrer am Albertplatz gibt", sagte Schmidt-Lamontain nach der Abstimmung.

"Wir müssen jetzt komplett neu planen, mit dem Denkmalschutz über jeden Stein neu verhandeln.

Auf die Stadt könnten zudem Schadensersatzforderungen von Seiten der avisierten Baufirmen zukommen.

Titelfoto: Holm Helis


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