Warum nicht früher? Aldi packt Gurken nicht mehr in Plastik ein

Mülheim an der Ruhr - Aldi wird ab April auf die Kunststoffverpackungen bei Gurken verzichten. Der Discounter will so nach eigenen Angaben in etwa 120 Tonnen Plastik im Jahr einsparen.

Gurken werden in vielen Supermärkten noch in Plastik eingepackt.
Gurken werden in vielen Supermärkten noch in Plastik eingepackt.  © 123RF

Bislang hatten die Gurken mit Schalen eine zweite künstliche Haut aus Plastik überzogen bekommen. Hiervon will sich Aldi künftig verabschieden.

„Nun verzichten wir künftig auch auf die symbolträchtige Folie bei unseren Salatgurken. Durch diesen Verzicht werden wir rund 120 Tonnen Kunststoff einsparen“, erklärte Kristina Bell von Aldi Süd am Mittwoch.

Was auf den ersten Blick absurd klingt, wurde bislang mit der notwendigen Frische und Wasserverlust begründet. Deshalb erhielten die Gurken eine zweite Haut.

Aldi habe nun nach eigenen Angaben viele Anfragen zu den Verpackungen erhalten und selbst Tests bei der Belieferung ohne Plastikhülle durchgeführt.

„Wir freuen uns, dass der Test erfolgreich verlaufen ist. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir nun die Transportprozesse so anpassen können, dass die Qualität und Frische der Salatgurke auch unverpackt erhalten bleibt“, so Rayk Mende von Aldi.

Etliche Plastik-Verbote wurden übrigens von Politikern der Europäischen Union vorgegeben. Dazu zählt das künftige Plastiktüten-Verbot oder das Verbot von Plastik-Strohhalmen. Wenn sich Supermärkte also auf einmal umweltfreundlich zeigen, stecken dahinter auch häufig Vorgaben, die ohnehin umgesetzt werden müssen.

Ab April hat Aldi jetzt immerhin einen kleinen Beitrag geleistet und spart jährlich etwa drei 40-Tonner-Lkw mit Plastikmüll durch das Weglassen von Schutzhüllen bei Gurken, die eine eigene Schale haben.

Aldi verzichtet künftig auf Gurken-Plastikhüllen.
Aldi verzichtet künftig auf Gurken-Plastikhüllen.  © DPA

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