Tausende Liter Alkohol in Schnapsfabrik ausgelaufen

Eckernförde - Die wichtigste Zutat für einen guten Schnaps ist am Montagmorgen bei einem Spirituosenhersteller in Eckernförde einfach so in die Kanalisation gelaufen. Bei dem Betriebsunfall sind tausende Liter hochkonzentrierter Alkohol ausgetreten.

Beim Hersteller von Kleiner Feigling und anderer Schnapsmarken gab es einen Betriebsunfall. (Symbolbild)
Beim Hersteller von Kleiner Feigling und anderer Schnapsmarken gab es einen Betriebsunfall. (Symbolbild)  © 123RF

Nach Angaben der Polizei wurde dabei auf dem Gelände von Getränke Behn (Kleiner Feigling, Küstennebel und viele andere Marken) niemand verletzt.

Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz auf das Firmengelände aus, um eine Explosion des hoch entzündlichen Stoffes zu verhindern.

Der Unfall hatte sich gegen 7.30 Uhr ereignet, als ein Lieferant beim Umfüllen von reinem "Neutral-Alkohol" versehentlich ein Ventil öffnete, berichtete der Geschäftsführende Gesellschafter von Waldemar Behn Spirituosen, Rüdiger Behn.

Es seien zwischen 3000 und 4000 Liter Alkohol ausgelaufen, der zur Herstellung von Spirituosen verwendet wird.

"Die größte Menge des ausgetretenen Alkohols ist in die Kanalisation abgeflossen", sagte Behn. Zur Verdünnung sei sofort mit Wasser nachgespült worden. "Bis ins Klärwerk wird es der Alkohol nicht schaffen", vermutete Behn.

Gegen Mittag konnten die Rettungskräfte wieder abziehen. "Die Wasserbehörde wird prüfen, ob und wenn ja, welche Folgen der Vorfall für die Umwelt hat", sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs.

Wegen des Unfalls mussten rund 60 Mitarbeiter für mehrere Stunden Pause machen und das Gelände verlassen.

Titelfoto: 123RF


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