Kein Alkohol am Münchner Hauptbahnhof mehr

München - Ist Alkohol künftig rund um den Münchner Hauptbahnhof auch tagsüber verboten? Darüber verhandelt der Kreisverwaltungsausschuss des Münchner Stadtrates am Dienstag um 9.30 Uhr.

Alkoholkonsum am Hauptbahnhof führt zu Probleme. (Archivbild)
Alkoholkonsum am Hauptbahnhof führt zu Probleme. (Archivbild)  © DPA

Seit dem 21. Januar 2017 ist Alkohol auf Straßen und Plätzen rund um den Bahnhof in der Zeit zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht mehr erlaubt. Nach dem Willen des Kreisverwaltungsreferates soll dieses Verbot nun auf den ganzen Tag ausgeweitet werden.

"Das KVR will ein Verbot rund um die Uhr", sagte ein Sprecher. Am Geltungsbereich der Regelung soll sich allerdings nichts ändern. Das Bahnhofsgebäude selbst und die Züge sind davon nicht betroffen.

Am Bahnhof in Nürnberg ist seit Anfang November Alkohol rund um die Uhr tabu.

Update: Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof gilt künftig ganztags

Restaurants, Die Bahnhofshalle und die Züge sind vom verbot ausgenommen. (Archivbild)
Restaurants, Die Bahnhofshalle und die Züge sind vom verbot ausgenommen. (Archivbild)  © DPA

Das Alkoholverbot rund um den Münchner Hauptbahnhof gilt künftig nicht nur in der Nacht, sondern auch am Tag. Auf den Straßen und Plätzen entlang des Verkehrsknotenpunktes darf Alkohol ab August weder getrunken noch "zum Zwecke des dortigen Verzehrs" mitgeführt werden. "Das Rund-um-die-Uhr-Verbot schafft klare Verhältnisse und macht den Hauptbahnhof endgültig uninteressant für die Trinkerszene", erläuterte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) am Dienstag.

"Wir haben mit dem nächtlichen Alkoholverbot gute Erfahrungen gemacht, die wir jetzt auf den ganzen Tag übertragen", erläuterte Böhle. Davon profitierten Reisende, Geschäftsleute und Anwohner gleichermaßen.

Der räumliche Geltungsbereich der Regelung bleibt der Entscheidung des Kreisverwaltungsausschusses im Stadtrat zufolge unverändert; dem Beschluss muss die Vollversammlung an diesem Mittwoch zwar noch zustimmen, doch dies gilt als Formsache.

Ausgenommen sind und bleiben die Restaurants und Freischankflächen in der Verbotszone. Auch Bürger, die ein Tragerl Bier eingekauft haben oder eine Flasche Rotwein mit zu Freunden bringen, bekommen keine Probleme.

Titelfoto: DPA


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