Alleinerziehende haben es in Thüringen schwer

Erfurt - Trotz der guten Konjunktur haben es Thüringer Alleinerziehende nach Einschätzung der Landesarbeitsagentur auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor schwer.

Alleinerziehende haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer.
Alleinerziehende haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer.  © DPA

Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil machen fast 20 Prozent aller Bedarfsgemeinschaften im Freistaat aus, die Hartz IV beziehen, teilte die Landesarbeitsagentur auf Anfrage mit.

"Auch wenn die positive konjunkturelle Situation auch bei alleinerziehenden Arbeitslosen spürbar wird, sind sie nach wie vor benachteiligt", erklärte die Landesarbeitsagentur.

Nach Ansicht des Sozialverbands Arbeiterwohlfahrt (Awo) Thüringen führt die dauerhafte Mehrfachbelastung von Alleinerziehenden zu einem größeren Armutsrisiko.

"Alleinerziehende müssen sich um die Kindererziehung, den Haushalt und ihren Beruf gleichzeitig kümmern. Das geht oft nur mit einem Teilzeit-Job", sagte Dirk Gersdorf, Sprecher der Awo Thüringen.

Wegen der niedrigen Einkommen bei der Teilzeit-Arbeit seien viele von Armut bedroht.

Titelfoto: DPA

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