Alles Gute zum 45., lieber Nischel!

Der „Nischel“ wird 45. Eingeweiht wurde er 1971 vor 250.000 Menschen. Regelmäßig fanden dort Maidemonstrationen statt.
Der „Nischel“ wird 45. Eingeweiht wurde er 1971 vor 250.000 Menschen. Regelmäßig fanden dort Maidemonstrationen statt.  © Harry Haertel

Chemnitz - Er ist das Chemnitzer Wahrzeichen - der monumentale Karl-Marx-Kopf in der Brückenstraße.

Im Volksmund nur „Nischel“ genannt, feiert die 13 Meter hohe und 40 Tonnen schwere Plastik heute ihren 45. Geburtstag.

Die zweitgrößte Porträtbüste der Welt wurde am 9. Oktober 1971 vor 250 000 Menschen eingeweiht. Seitdem hat der Marx-Kopf nicht nur den real existierenden Sozialismus überdauert. Auch so manche „Attacke“ überstand der Nischel schadlos.

2014 zur Fußball-Weltmeisterschaft bekam der Marx-Kopf ein Deutschland-Trikot angezogen, was kurz darauf geklaut und weggeworfen wurde. 

Die Mopo fand es später wieder. Sieben Jahre zuvor war der Nischel von einem weißen Kunstwürfel umhüllt. Prompt gab es Messerattacken. Zur Jahrtausendwende bekam Marx von zwei Bergsteigern eine Mütze übergezogen. „Damit ihm über Silvester nicht zu kalt wird“, hieß es damals.

Ob Rockfestival, Skater-Event, Ort für Kundgebungen, markanter Treffpunkt oder einfach nur beliebtes Fotomotiv für Touristen: Der „Nischel“ erfüllt auch im 45. Jahr zuverlässig vielfältige Funktionen im Chemnitzer Alltag.

2014 bekam der Nischel ein 
Deutschland-Trikot verpasst, das rasch geklaut und von der Morgenpost 
wiedergefunden wurde
2014 bekam der Nischel ein Deutschland-Trikot verpasst, das rasch geklaut und von der Morgenpost wiedergefunden wurde  © Harry Härtel/Haertelpress