Alltag im digitalen Zeitalter: Komfort vs. Sicherheit

Deutschland – Unsere Welt mutiert zum digitalen Dorf und unser Alltag profitiert von der Vernetzung: Ob Fitness, Ernährung, Finanzen, Dating oder Seelenzustand – heutzutage dokumentieren und organisieren Menschen viele Bereiche ihres Lebens bequem per App und smarten Endgeräten. 

Doch das führt zu einem Spannungsfeld zwischen Komfort und Sicherheit. Wie können wir die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, aber gleichzeitig Sicherheitsrisiken abwenden?

     
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Digitalisierung: Nie war das Leben komfortabler

Wer alt genug ist, um den Alltag heute mit dem analogen Zeitalter vergleichen zu können, sieht die Vorteile am deutlichsten: Smartphone und smarte Endgeräte helfen dabei, Dinge intuitiver, einfacher und schneller zu erledigen. 

Dabei ist etwa die Navigations-App ein so selbstverständlicher Teil des Lebens geworden, dass man sich wundert, wie Menschen vor 25 Jahren überhaupt ans Ziel gelangen konnten.

Doch der Komfort der Digitalisierung geht weit über die Routenplanung hinaus. Neben Social-Media-Apps und News-Feeds sind die folgenden Apps und Geräte besonders beliebt:

1. Organisieren und Planen: Apps helfen bei der Planung

Der Einkaufszettel war einmal. Heutzutage lassen sich nötige Besorgungen, Termine und Tasks bequem in digitalen Notizbüchern festhalten, die sich in Echtzeit auf allen beteiligten Endgeräten synchronisieren. 

Wer als Familie dasselbe Konto nutzt, kann damit gemeinsame Terminpläne und Einkaufszettel von verschiedenen Standorten aus immer aktuell halten. Auch die alte To-Do-Liste auf Papier hat lange ausgedient. 

Digitale Scrum-Boards wie Trello und Co erleichtern nicht nur die persönliche Arbeitsplanung, sondern ermöglichen Teams ein agiles Projektmanagement, bei dem jeder Teilnehmer in Echtzeit über die laufenden Fortschritte informiert wird.

2. Ernährung, Fitness und mentale Gesundheit: Alles wird getrackt

Wer früher zu faul war, Kalorientabellen zu wälzen, hat heutzutage keine Entschuldigung mehr für schlechte Ernährung. Diät-Apps berechnen die Nährwerte des morgendlichen Müslis ebenso zuverlässig wie Fitness-Apps die Jogging-Kilometer und die Herzfrequenz überwachen. 

Wer mehr für seine Regeneration tun will, lässt ein Armband den Anteil an Tief- und REM-Schlaf pro Nacht analysieren. Auch für die emotionale Stabilität existieren digitale Helfer: Mood-Tracking-Apps dokumentieren die Gute-Laune Auslöser und Stress-Trigger im Tagesverlauf. 

Wer sich dann aktiv entspannen will, kann beim Meditieren seine Gehirnströme messen und per Bio-Feedback mit dem Smartphone trainieren.

    
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3. Finanzen und Haushalt: Alles im Blick

Für das Haushaltsbuch war die klassische Excel-Tabelle lange Zeit die Standardlösung. Aktuell gibt es viele Apps, mit denen sich Ausgaben und Einnahmen bequem verwalten, Kategorien zuordnen und als Diagramm ausgeben lassen. 

So können wir als Nutzer schnell einen Überblick über unsere Finanzen bekommen.

4. Das smarte Haus: Die Immobilie als Alltagshelfer

Habe ich die Herdplatte abgestellt? Ist die Markise eingefahren? – Diese bangen Fragen können sich Hausbesitzer und Wohnungsmieter mit der richtigen Ausstattung sparen. Unter „Smart Home“ versteht man heute gemeinhin ein vernetztes System, das in der häuslichen Umgebung diverse Elemente steuert. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Beleuchtung
  • Fenster
  • Jalousien
  • Heizung
  • Sicherheitsanlagen
  • Unterhaltungselektronik 

Das vernetzte Haus spart Energie und erhöht den Wohnkomfort, indem es die Temperatur an den Aufenthaltsort der Bewohner anpasst oder das Licht in Räumen löscht, die leer sind. 

Beliebt sind auch Überwachungskameras, die nicht nur dokumentieren, was an der Haustür geschieht, sondern auch Kinder und Haustiere ständig im Blick halten. Die Technik erhält ihre Befehle dabei entweder per Sensor oder direkt per Eingabegerät. 

Dabei sind sämtliche Endgeräte des Smart-Home-Systems über eine zentrale Steuerungseinheit (Gateway) vernetzt, die zum Zweck der Fernsteuerung über das Smartphone auch mit dem Internet verbunden ist.

Der Vorteil: Hausbewohner können auch vom Arbeitsplatz oder aus dem Urlaub auf ihre Haustechnik zugreifen. 

Der Nachteil: Hacker können sich ebenso Zugriff verschaffen und durch smarte Geräte Informationen abgreifen. 

     
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Internet der Dinge oder Internet der Diebe?

Was passiert, wenn nicht nur der PC, sondern auch Glühbirnen und Kaffeemaschinen permanent „online“ sind? 

Hier bestehen Risiken, die für den Nutzer häufig gar nicht offensichtlich erscheinen:

1. Der Spion in der Küchenmaschine

Am Beispiel einer Küchenmaschine eines Discounters zeigten französische Fachleute, dass hier vonseiten des Herstellers ein Mikrofon verbaut war, von dem die Nutzer keine Kenntnis hatten. 

Der Anbieter versicherte zwar, dass das Mikrofon durch Software-Einstellungen deaktiviert sei, doch konnten sich die IT-Experten beim Experiment leicht in das System hacken, da es eine veraltete Android-Version nutzte. In Fällen wie diesem, betonen Kritiker, bestünden Sicherheitslücken und die Möglichkeit, Schadsoftware aufzuspielen.

2. Bot-Netzwerke: Eine Armee der kriminellen Kühlschränke?

Nicht immer besteht die Gefahr darin, persönlich ausspioniert zu werden, sondern darin, kriminelle Machenschaften unbewusst zu unterstützen. 

Die Rede ist von sogenannten Bot-Netzwerken, in denen Hacker Tausende PCs und smarte Geräte vernetzen, um von der geballten Rechenkapazität profitieren zu können. Mithilfe von Bot-Netzwerken werden dann Passwörter gehackt, Spam-Mails versendet oder Server lahmgelegt.

Zu verhindern, dass eigene Geräte Teil eines Bot-Netzwerks werden, ist nicht nur ein ethisches Gebot. Rechtlich gesehen kann der Besitzer eines Endgeräts dafür zur Verantwortung gezogen werden, wenn über seine IP-Adresse kriminelle Aktivitäten ablaufen.

      
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Der Datenwahn und seine Auswirkungen

In Zeiten der Digitalisierung avancieren Nutzerdaten zum wichtigsten Wirtschaftsgut. 

In erster Linie deshalb, weil Unternehmen danach streben, Werbung immer personalisierter und effizienter schalten zu können und damit die (suggerierten) Bedürfnisse ihrer Zielgruppe in Kaufabschlüsse umzuwandeln.

Wer in dieser Welt im Besitz großer Mengen von Daten ist, kann dafür unter Umständen viel verlangen und auch Missbrauch betreiben.

Was machen Plattformen mit ihren Ressourcen an Nutzerdaten?

Bis heute gibt es keinen Hinweis darauf, dass Anbieter wie Facebook und Co Nutzerdaten gegen Zahlung verkauft haben. 

Journalisten entdeckten jedoch Hinweise auf Daten-Deals zwischen Unternehmen wie Facebook, Apple, Amazon, Microsoft und Netflix, bei denen Userdaten ausgetauscht werden, ohne dass es dem Nutzer selbst transparent wird.

Noch brisanter ist natürlich die Frage, wie Besitzer großer Datenmengen die Informationen zu ihren Zwecken missbrauchen können. 

Angestoßen wurde sie vor allem durch den Skandal um Cambridge Analytica, bei dem der Verdacht im Raum steht, dass hier mithilfe von Facebook-Nutzerdaten unter Umständen politische Entwicklungen manipuliert wurden.

Dürfen Geheimdienste Daten von Unternehmen verlangen?

Diskussionen gibt es aktuell um digitale Hintertüren, die Geheimdienste zur Überwachung nutzen könnten.

Eine sogenannte „Backdoor“ bezeichnet eigentlich einen gewollt implementierten Zugang zu Hardware, den Hersteller zu Reparaturzwecken einbauen.

Aktuell streiten sich das US-Justizministerium und der iPhone-Hersteller Apple darum, ob Geheimdienste zu Zwecken der Terrorismus-Abwehr Zugang zu Hintertüren erhalten sollen. 

Der Smartphone-Produzent hat dieses Bestreben bislang abgelehnt und argumentiert, dass bei einer Implementierung von Hintertüren für das FBI diese auch von Kriminellen ausgenutzt werden könnten.

Daten als Wirtschaftsgut – was sagt das EU-Recht?

In der digitalen Praxis bezahlen Verbraucher Dienstleistungen häufig nicht mit Geld, sondern bieten ihre persönlichen Daten als Gegenleistung an. Auch das EU-Recht erkennt mittlerweile, dass Daten in der Digitalwelt faktisch als Wirtschaftsgut fungieren. 

Im Jahr 2019 wurde die „Richtlinie über bestimmte vertragsrechtliche Aspekte der Bereitstellung digitaler Inhalte und Dienstleistungen“ verabschiedet, die VerbraucherInnen stärken will, indem sie anerkennt, dass es sich bei Daten um eine Gegenleistung handelt.

Doch ist dieser Punkt unter ethischen Gesichtspunkten strittig, weil es sich bei persönlichen Daten immer um einen Teil einer Person mit ihrer unveräußerlichen Menschenwürde handelt. Die europäische DSGVO will deshalb erwirken, dass die Grundsätze der Datenminimierung und Zweckbindung eingehalten werden.

Klar gesagt: Unternehmen dürfen nur jene Daten verwenden, die für ihre Leistungen unverzichtbar sind. Die Leitlinie klingt vernünftig, wird jedoch im Gesetzestext der DSGVO von sechs Ausnahmen geschwächt. Unter anderem ist die wirtschaftliche Weiterverarbeitung von persönlichen Daten gestattet, wenn der Inhaber seine Einwilligung gibt. Und gerade die geben Nutzer häufig und automatisch, ohne sich die betreffenden Klauseln durchzulesen.

Malware, Dark Patterns und Co.

Dass man keine unerwünschten E-Mail-Anhänge öffnen sollte, gilt schon seit der Pionierzeit des Internet. Doch Malware kann heute bei jedem Download oder beim Verbinden mit anderen infizierten Geräten aufgespielt werden. 

Die Risiken übersteigen längst beschädigte Systeme oder Werbe-Spam – Hacker können durch Schadsoftware persönliche Daten auslesen und auch an wichtige Passwörter (z.B. für Online-Banking und Kreditkarten) gelangen. Doch viele Informationen geben Nutzer aus freien Stücken Preis:

Dark Patterns überlisten Nutzer

Dark Patterns bezeichnen Interface-Elemente, die absichtlich so designt wurden, um den Nutzer in die Irre zu führen. Dazu bedienen sie sich konditionierten Verhaltensweisen und verkehren ihren Zweck ins Gegenteil: Ein Formular, dass wie eine Abmeldung von einem Newsletter wirkt, kann etwa durch die doppelte Verneinung „ich wünsche nicht, keine E-Mails von Anbieter xy zu empfangen“ als Anmeldung gelten. 

Im schnellen Scannen von Websites und Formularen fallen Nutzern diese Unregelmäßigkeiten zumeist nicht ins Auge. Weitere Beispiele für Dark Patterns sind kostenlose Abos, die sich automatisch verlängern und dabei kostenpflichtig werden.

Smartphones werden hingegen häufig mit Hintergrund-Apps „verseucht“, die im harmlosesten Fall nur den Akku- und auch den Datenverbrauch in die Höhe treiben. Aus diesem Grund sollten Smartphone-Nutzer auch regelmäßig ihren Energie- und Datenverbrauch checken, um entsprechende Anwendungen zu entdecken und diese zu stoppen. 

Auch eine Deinstallation kann ratsam sein. Trotzdem ist stets ein genauerer Blick erforderlich: Einige Schad-Apps verstecken sich unter einem vermeintlich harmlosen Deckmantel. So arbeiten beispielsweise Bitcoin-Miner und bauen sich heimlich ein Netzwerk aus Mining-Kapazität auf, während die Nutzer davon nichts mitbekommen. 

    
    

Alexa, Smartphone und Co – der große Lauschangriff?

Zuweilen werden Smartphone-Nutzer von skurrilen Situationen überrascht: Da hat man beim Essen mit Freunden über den Trekking-Urlaub in Norwegen gesprochen und bekommt am Folgetag beim Blick aufs Handy Werbeanzeigen für Zelte und Ausrüstung eingeblendet. Wie kann das sein, wenn man noch nicht aktiv danach gesucht hat. Hört das Smartphone immer mit?

Apps greifen auf das Mikrofon zu

Welche Bausteine eine scheinbar simple App im Backend noch besitzt, ist vielen Nutzern unbekannt. Doch die Entwickler können heutzutage aus einen großen Werkzeugkasten aus Programm-Bausteinen schöpfen; unter anderem auch Software zur Geräuschverarbeitung. 

Damit greift die App auf Umgebungsgeräusche zu, selbst wenn das Programm nur im Hintergrund läuft. Nach offiziellen Aussagen der Entwickler soll die Audio-Analyse lediglich dazu dienen, Hintergrundgeräusche wie TV-Werbespots aufzunehmen und anschließend das Kaufverhalten des Zuschauers zu untersuchen.

Viele Nutzer bezweifeln jedoch, dass das Programm keine Unterhaltungen scannt, wenn sie die Übereinstimmungen zwischen gesprochenem Wort und Ad-Einblendungen entdecken.

Wie sicher sind Sprachassistenten?

Sprachassistenten wie Alexa und Co nehmen generell nur Anfragen auf, die an sie gerichtet sind. Allerdings kann die Software sich schonmal angesprochen fühlen, wenn sie Sprachfetzen aus Umgebung oder Fernsehprogramm missinterpretiert. 

Im Zweifelsfall finden Alexa-Nutzer die Aufzeichnungen in den Kontoeinstellungen ihrer App unter dem Punkt „Historie“. Hier besteht auch die Möglichkeit, unerwünschte Aufnahmen zu löschen. Wer sich nicht belauschen lassen will, kann die Geräteeinstellungen so anpassen, dass Anfang und Ende einer Aufnahme per Signalton angezeigt werden.

Mehr Komfort = weniger Sicherheit?

Müssen Verbraucher Lauschangriffe und Datenklau hinnehmen, wenn sie den Komfort der vernetzten Welt im Alltag genießen wollen? Nicht unbedingt. Im Folgenden wird aufgezeigt, wie Smartphone- und SmartHome-Nutzer ihre Sicherheit erhöhen können:

App-Berechtigungen beschränken!

Beim Installieren einer neuen App auf dem Smartphone wird der Nutzer gefragt, ob er dem Programm Zugriff auf Fotos, Videos und Mikrophon erlaubt. Dabei ist meist nicht ersichtlich, inwiefern dies zur Funktion beitragen soll und die App funktioniert auch ohne Freigabe der Daten einwandfrei, wie etwa ein Messenger-Dienst, der nicht den Standort des Nutzers abrufen darf.

Wichtige Ausnahmen bilden zum Beispiel Navigationsdienste, die den Standort des Nutzers ermitteln müssen, um Routen berechnen zu können. Wer versäumt hat, diese Grenze zu ziehen, kann die Einstellungen jederzeit in der App-Verwaltung seines Smartphones ändern und Berechtigungen entziehen.

Wie schütze ich mein Smart Home gegen Hacker?

Smart Home Systeme werden in der Regel ebenfalls über eine App bedient, in der der Nutzer ein persönliches Konto erstellt. Dabei übermittelt er häufig auch persönliche Daten wie Adresse und Geburtsdatum. 

Doch das ist nicht alles: Das System speichert zudem weitere sensible Informationen wie Videos aus Überwachungskameras, Vermessungen der Wohnung von Saugrobotern, verbale Befehle an Sprachassistenten, Vitaldaten der Bewohner und deren An- und Abwesenheitszeiten in einer Cloud. 

Diese liegt entweder auf den Servern der Herstellerfirmen oder bei großen Cloud-Dienstleistern wie Microsoft oder Amazon.

Doch auch andere Parteien können an die Daten gelangen. Tests mit Saugrobotern zeigen, dass etwa ein Modell des Anbieters Xiaomi per App Nutzerdaten an Facebook, Airbnb und Alibaba übermitteln konnte. 

Bei Facebook besteht das Risiko, dass die Informationen mit einem bestehenden Profil verbunden werden und damit einer Person zugeordnet werden können.

Doch wie können Smart Home Besitzer diese Risiken abwenden? Hier einige Tipps:

a) Sichern des Benutzerkontos: Hier steht die Wahl eines sicheren Passworts mit Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen am Anfang. Zusätzlich sollten Nutzer die Möglichkeit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung wählen, wenn der Hersteller sie anbietet. Dabei wird beim Einloggen ins Konto etwa zusätzlich ein Code per SMS auf das Smartphone des Nutzers geschickt.

b) Getrennte Router für PC und andere Smart Home Geräte: Die Gefahr beim Smart Home System besteht auch in der Anzahl der vernetzten Komponenten. Wird ein Gerät gehackt, besteht die Möglichkeit, auf alle anderen zuzugreifen. Wer seinen PC vom smarten Netzwerk trennt, vermeidet zumindest, dass Hacker hier Schaden anrichten können.

c) Verschlüsselung der Daten und Updates: Werden Daten vom Nutzer an die Cloud übertragen, sollten sie durch eine aktuelle Verschlüsselungstechnik geschützt sein. Gleichzeitig sollten die Geräte des Smart Home Systems regelmäßige Updates erhalten, um die Sicherheitsstandards auf dem neuesten Stand zu halten.

d) Keine Haustür-Steuerung per Handy: Weder per Internetverbindung noch per Bluetooth sollten Hausbewohner ihre Schließanlage bedienen. Hier besteht die Gefahr, dass Hacker sich Zugang verschaffen oder das ein Smartphone-Dieb die Chance nutzt, bei Abwesenheit ins Haus zu gelangen.

e) Achtung beim Weiterverkauf: Wer Geräte seines Smart Home Systems gebraucht veräußern will, sollte sicher sein, dass sich auf ihnen keine sensiblen Informationen mehr befinden, wie z.B. das WLAN-Passwort. Auskunft darüber kann im Zweifelsfall der Gerätehersteller geben. Auch das Integrieren von Second-Hand-Geräten ins häusliche System kann gefährlich sein, weil eine Manipulation durch den Vorbesitzer hier nicht ausgeschlossen werden kann.

Generell gilt für Internet-Nutzung und Smart Home: Neben einer geeigneten Antiviren-Software kann auch ein Hardware-Modul zusätzliche Sicherheit gewährleisten. Es bietet Verschlüsselungsdienste für zahlreiche Anwendungen und schützt Daten vor der Manipulation.

Das Smart Home steigert die Sicherheit der Bewohner

Neben der Angst vor Lausch- und Spähangriffen in den eigenen vier Wänden, genießen die Bewohner eines smarten Hauses auch erhebliche Verbesserungen ihrer Sicherheit. Vor allem in den folgenden Feldern:

  • Brandschutz: Wenn beim Verriegeln der Haustür sämtliche Herdplatten und Küchengeräte abgeschaltet werden, minimiert das die Gefahr eines Feuers. Zusätzlich senkt das kluge Haus damit das Stresslevel der Bewohner, die am Morgen übereilt das Haus verlassen.


  • Einbruchsschutz: Selbstschließende Fenster und Lichter, die durch An- und Abschaltrhythmen Anwesenheit simulieren, bauen für Einbrecher mechanische und psychologische Barrieren auf. Einen Schutz vor ungebetenen Besuchern bieten auch Überwachungskameras, die per Bewegungssensor automatisch den Auslöser betätigen und das Bild auf das Smartphone des Hausbesitzers schicken.


  • Schutz vor dem Aussperren: Kluge Haustüren mit Fingerabdruck-Scanner lassen Schulkinder jederzeit herein, ohne dass sie einen Schlüssel mit sich führen müssen, den sie leicht verlieren können.

Fazit: Komfort und Sicherheit müssen nicht zwingend Gegenspieler sein!

Ist unsere schöne neue Welt potenziell unsicher? Im Prinzip nicht, wenn Nutzer darauf achten, was mit ihren Daten passiert und wenn die eigenen Geräte durch passende Software und Hardware vor Angriffen geschützt sind. Voraussetzung ist auch, Apps und smarte Geräte auf Vertrauenswürdigkeit zu prüfen und nur den Komfort zu nutzen, der nicht mit Sicherheitsrisiken erkauft wird.


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