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Auch wir Deutschen waren einmal Flüchtlinge

Dresden - Vor 70 Jahren und in der Zeit der DDR waren auch die Deutschen auf der Flucht und der Suche nach einem besseren Leben.
Dieses kleine Mädchen versteht gar nicht, was passiert. Sie muss aus ihrer Heimat fliehen.
Dieses kleine Mädchen versteht gar nicht, was passiert. Sie muss aus ihrer Heimat fliehen.

Von Antje Meier

Dresden - Menschen auf der Flucht, die Heimat hinter sich lassend. Auf der Suche nach Asyl, einer Perspektive, einem neuen Zuhause. Nicht nur Menschen aus dem Nahen Osten, Afrika und den Balkanstaaten sind auf der Flucht. Vor 70 Jahren ergaben sich auch Millionen Deutsche diesem Schicksal. Nicht das erste und einzige Mal in der deutschen Geschichte.

Als die Rote Armee im Januar 1945 die deutsche Front durchbrach, schien der NS-Terror vorbei. Im Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich. Hitler war geschlagen. Doch statt des Friedens begann ein Exodus, wie ihn bisher nur die Bibel beschrieben hatte.

Rund 14 Millionen Deutsche begaben sich in den deutschen Siedlungsräumen in den Ostgebieten auf einen langen Marsch gen Westen.

Wer Glück hatte, konnte mit einem Pferdewagen reisen. Viele mussten zu Fuß marschieren.
Wer Glück hatte, konnte mit einem Pferdewagen reisen. Viele mussten zu Fuß marschieren.

Selten freiwillig. Schon in den Wintermonaten 1944/45 flüchteten Millionen aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern vor der vorrückenden Roten Armee.

Ihnen drohte Gewalt, Vergewaltigung und Tod. Zehntausende starben unterwegs an Hunger, Erfrierungen oder durch alliierte Tieffliegerangriffe. Mit der Potsdamer Konferenz im August 1945 wurde schließlich die massenweise Vertreibung legitimiert. So einigten sich der britische Premierminister Clement Attlee, US-Präsident Harry S. Truman und Sowjet-Diktator Josef Stalin auf die Oder-Neiße-Linie als neue deutsche Grenze und den „geordneten und humanen Transfer“ Deutscher.

So begann Ende 1945 die Zwangsaussiedlung. Meist kurz vorher informiert, konnten die Menschen nur das Nötigste zusammenpacken.

Viele flohen vor der vordringenden Roten Armee.
Viele flohen vor der vordringenden Roten Armee.

Zu Fuß, mit Pferdewagen oder in Zügen machten sich die Heimatlosen, Sommer wie Winter, auf den Weg. Eine beschwerliche Reise, die nach neueren Schätzungen bis zu 600 000 Menschen zwischen 1944 und 1947 nicht überlebten.

Ältere Zahlen sprachen von rund zwei Millionen Toten. Zirka 12,5 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene lebten nun in den Besatzungszonen. Doch das Leben wurde nicht leichter. In der Heimat unerwünscht, wurden sie auch im neuen Zuhause nicht mit offenen Armen empfangen.

Denn mehr als vier Millionen Wohnungen waren zerstört. Es herrschte Hunger. Und nun galt es plötzlich, über 12 Millionen Mäuler mehr zu stopfen.

Erst das „Wirtschaftswunder“ Anfang der 1950er- Jahre brachte wirtschaftlichen Aufschwung und damit die Integration der Flüchtlinge – auch der inzwischen rund 2,7 Millionen DDR-Zuwanderer.

Sie hat es (üb)erlebt

Musste mit zwei Jahren mit ihren Eltern aus Ostpreußen fliehen: Gisela Lossack (72).
Musste mit zwei Jahren mit ihren Eltern aus Ostpreußen fliehen: Gisela Lossack (72).

Gisela Lossack (72) lebt in Hoyerswerda. Ihre Eltern wurden im Januar 1945, noch vor dem Potsdamer Abkommen, aus Preußisch Holland (Ostpreußen, heute Paslek) vertrieben. Gisela Lossack war zu diesem Zeitpunkt zwei Jahre alt.

„Meine Eltern haben mir erzählt, dass wir bei starkem Schneefall und Kälte zum nächsten Bahnhof zu einem Flüchtlingstransport mussten“, erklärt die ehemalige Eisenbahnerin. Doch die Familie kam nur bis Stolp (Slupsk). „Wir saßen in einem offenen Wagen und wären sonst erfroren.“

Zwei Jahre blieben sie dann in Stolp, weil der Vater Bäcker war, dort gebraucht wurde. Doch dann mussten sich die Eltern entscheiden: Polen werden oder weiterziehen. Nach weiteren Stationen im Lager Elsterhoff und in Werminghoff (Knappenrode) kam die Familie 1960 nach Hoyerswerda – und blieb. Doch auch die Heimatverbundenheit blieb.

So kehrte Gisela Lossack mehrfach ins einstige Ostpreußen zurück. „Aber für immer zurückgehen? Das könnte ich mir nicht vorstellen. Ich bin jetzt hier verwurzelt“, sagt die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen in Hoyerswerda.

Der DDR liefen die Menschen davon

1989 wählten viele DDRFlüchtlinge den Weg über die Tschechoslowakei in die BRD.
1989 wählten viele DDRFlüchtlinge den Weg über die Tschechoslowakei in die BRD.

Auch in der DDR verließen zwischen 1949 und 1990 vier bis fünf Millionen Menschen ihre Heimat. „Immer wenn es politisch schwierige Situationen gab, stiegen die Fluchtwellen sprunghaft an“, sagt Maria Nooke (56), stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer.

Beispielsweise 1952 mit der zunehmenden Kollektivierung. „Die Gründe waren vielfältig und in den 50er-Jahren ganz andere als in den 70er-Jahren.“ Gingen die Menschen in den ersten Jahren vor allem wegen des politischen Drucks, waren es nach dem Mauerbau 1961 der Drang nach Freiheit und Familienzusammenführung.

Wer im Westen ankam, musste ein Aufnahmeverfahren durchlaufen. Dafür gab es Notaufnahmelager in Gießen, Uelzen und Berlin-Marienfelde. „Man musste nachweisen, dass man um Leib und Leben fürchtete oder Gefängnis drohte, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen“, erklärt Nooke.

Die Situation in den Lagern 1989 ähnelte der heutigen. Eng an eng mussten die Menschen schlafen.
Die Situation in den Lagern 1989 ähnelte der heutigen. Eng an eng mussten die Menschen schlafen.

Wer das nicht konnte, durfte bleiben, musste aber im Lager leben. „Erst nach dem Mauerbau wurde das hinfällig.“

Und die Situation in den Lagern war beklemmend. Fabrikhallen, Luftschutzbunker: Überall wo Platz war, wurden Übergangslager eingerichtet. „Da lagen Matratzen an Matratzen.“ In Zwei-Raum- Wohnungen lebten bis zu zehn Menschen.

Auch die Flüchtlingswelle nach dem Mauerfall 1989/90 erinnert Nooke an die derzeitige Flüchtlingsproblematik. „Damals wurden Zeltlager aufgebaut. Bei den BRD-Bürgern regte sich Widerstand, weil sie sich fragten, warum kommen die noch“, erzählt Nooke. Den Übersiedlern wurde vorgeworfen, die Sozialkassen zu belasten.

„Es gab sogar Angriffe und Brandanschläge auf Unterkünfte.“

Fotos: imago, picture-alliance/akg-images, Petra Hornig

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