Ermittlungen eingestellt: Polizei geht bei totem HSV-Manager von Unfall aus

Top

So verspottet das Netz Martin Schulz nach der Saarland-Schlappe

Top

Casino-Spieler rastet beim Roulette komplett aus

Neu

Auf dem Weg zur U-Bahn: Frau geschlagen und an den Haaren gezogen

Neu
8.573

Auch wir Deutschen waren einmal Flüchtlinge

Dresden - Vor 70 Jahren und in der Zeit der DDR waren auch die Deutschen auf der Flucht und der Suche nach einem besseren Leben.
Dieses kleine Mädchen versteht gar nicht, was passiert. Sie muss aus ihrer Heimat fliehen.
Dieses kleine Mädchen versteht gar nicht, was passiert. Sie muss aus ihrer Heimat fliehen.

Von Antje Meier

Dresden - Menschen auf der Flucht, die Heimat hinter sich lassend. Auf der Suche nach Asyl, einer Perspektive, einem neuen Zuhause. Nicht nur Menschen aus dem Nahen Osten, Afrika und den Balkanstaaten sind auf der Flucht. Vor 70 Jahren ergaben sich auch Millionen Deutsche diesem Schicksal. Nicht das erste und einzige Mal in der deutschen Geschichte.

Als die Rote Armee im Januar 1945 die deutsche Front durchbrach, schien der NS-Terror vorbei. Im Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich. Hitler war geschlagen. Doch statt des Friedens begann ein Exodus, wie ihn bisher nur die Bibel beschrieben hatte.

Rund 14 Millionen Deutsche begaben sich in den deutschen Siedlungsräumen in den Ostgebieten auf einen langen Marsch gen Westen.

Wer Glück hatte, konnte mit einem Pferdewagen reisen. Viele mussten zu Fuß marschieren.
Wer Glück hatte, konnte mit einem Pferdewagen reisen. Viele mussten zu Fuß marschieren.

Selten freiwillig. Schon in den Wintermonaten 1944/45 flüchteten Millionen aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern vor der vorrückenden Roten Armee.

Ihnen drohte Gewalt, Vergewaltigung und Tod. Zehntausende starben unterwegs an Hunger, Erfrierungen oder durch alliierte Tieffliegerangriffe. Mit der Potsdamer Konferenz im August 1945 wurde schließlich die massenweise Vertreibung legitimiert. So einigten sich der britische Premierminister Clement Attlee, US-Präsident Harry S. Truman und Sowjet-Diktator Josef Stalin auf die Oder-Neiße-Linie als neue deutsche Grenze und den „geordneten und humanen Transfer“ Deutscher.

So begann Ende 1945 die Zwangsaussiedlung. Meist kurz vorher informiert, konnten die Menschen nur das Nötigste zusammenpacken.

Viele flohen vor der vordringenden Roten Armee.
Viele flohen vor der vordringenden Roten Armee.

Zu Fuß, mit Pferdewagen oder in Zügen machten sich die Heimatlosen, Sommer wie Winter, auf den Weg. Eine beschwerliche Reise, die nach neueren Schätzungen bis zu 600 000 Menschen zwischen 1944 und 1947 nicht überlebten.

Ältere Zahlen sprachen von rund zwei Millionen Toten. Zirka 12,5 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene lebten nun in den Besatzungszonen. Doch das Leben wurde nicht leichter. In der Heimat unerwünscht, wurden sie auch im neuen Zuhause nicht mit offenen Armen empfangen.

Denn mehr als vier Millionen Wohnungen waren zerstört. Es herrschte Hunger. Und nun galt es plötzlich, über 12 Millionen Mäuler mehr zu stopfen.

Erst das „Wirtschaftswunder“ Anfang der 1950er- Jahre brachte wirtschaftlichen Aufschwung und damit die Integration der Flüchtlinge – auch der inzwischen rund 2,7 Millionen DDR-Zuwanderer.

Sie hat es (üb)erlebt

Musste mit zwei Jahren mit ihren Eltern aus Ostpreußen fliehen: Gisela Lossack (72).
Musste mit zwei Jahren mit ihren Eltern aus Ostpreußen fliehen: Gisela Lossack (72).

Gisela Lossack (72) lebt in Hoyerswerda. Ihre Eltern wurden im Januar 1945, noch vor dem Potsdamer Abkommen, aus Preußisch Holland (Ostpreußen, heute Paslek) vertrieben. Gisela Lossack war zu diesem Zeitpunkt zwei Jahre alt.

„Meine Eltern haben mir erzählt, dass wir bei starkem Schneefall und Kälte zum nächsten Bahnhof zu einem Flüchtlingstransport mussten“, erklärt die ehemalige Eisenbahnerin. Doch die Familie kam nur bis Stolp (Slupsk). „Wir saßen in einem offenen Wagen und wären sonst erfroren.“

Zwei Jahre blieben sie dann in Stolp, weil der Vater Bäcker war, dort gebraucht wurde. Doch dann mussten sich die Eltern entscheiden: Polen werden oder weiterziehen. Nach weiteren Stationen im Lager Elsterhoff und in Werminghoff (Knappenrode) kam die Familie 1960 nach Hoyerswerda – und blieb. Doch auch die Heimatverbundenheit blieb.

So kehrte Gisela Lossack mehrfach ins einstige Ostpreußen zurück. „Aber für immer zurückgehen? Das könnte ich mir nicht vorstellen. Ich bin jetzt hier verwurzelt“, sagt die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen in Hoyerswerda.

Der DDR liefen die Menschen davon

1989 wählten viele DDRFlüchtlinge den Weg über die Tschechoslowakei in die BRD.
1989 wählten viele DDRFlüchtlinge den Weg über die Tschechoslowakei in die BRD.

Auch in der DDR verließen zwischen 1949 und 1990 vier bis fünf Millionen Menschen ihre Heimat. „Immer wenn es politisch schwierige Situationen gab, stiegen die Fluchtwellen sprunghaft an“, sagt Maria Nooke (56), stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer.

Beispielsweise 1952 mit der zunehmenden Kollektivierung. „Die Gründe waren vielfältig und in den 50er-Jahren ganz andere als in den 70er-Jahren.“ Gingen die Menschen in den ersten Jahren vor allem wegen des politischen Drucks, waren es nach dem Mauerbau 1961 der Drang nach Freiheit und Familienzusammenführung.

Wer im Westen ankam, musste ein Aufnahmeverfahren durchlaufen. Dafür gab es Notaufnahmelager in Gießen, Uelzen und Berlin-Marienfelde. „Man musste nachweisen, dass man um Leib und Leben fürchtete oder Gefängnis drohte, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen“, erklärt Nooke.

Die Situation in den Lagern 1989 ähnelte der heutigen. Eng an eng mussten die Menschen schlafen.
Die Situation in den Lagern 1989 ähnelte der heutigen. Eng an eng mussten die Menschen schlafen.

Wer das nicht konnte, durfte bleiben, musste aber im Lager leben. „Erst nach dem Mauerbau wurde das hinfällig.“

Und die Situation in den Lagern war beklemmend. Fabrikhallen, Luftschutzbunker: Überall wo Platz war, wurden Übergangslager eingerichtet. „Da lagen Matratzen an Matratzen.“ In Zwei-Raum- Wohnungen lebten bis zu zehn Menschen.

Auch die Flüchtlingswelle nach dem Mauerfall 1989/90 erinnert Nooke an die derzeitige Flüchtlingsproblematik. „Damals wurden Zeltlager aufgebaut. Bei den BRD-Bürgern regte sich Widerstand, weil sie sich fragten, warum kommen die noch“, erzählt Nooke. Den Übersiedlern wurde vorgeworfen, die Sozialkassen zu belasten.

„Es gab sogar Angriffe und Brandanschläge auf Unterkünfte.“

Fotos: imago, picture-alliance/akg-images, Petra Hornig

Youtuber sorgt für Tumulte und wird festgenommen

Neu

Mann ermordet, Komplize des Täters auf der Flucht

Neu

Darauf achtet garantiert jeder beim ersten Flirt!

15.047
Anzeige

So lustig verarscht die BVG einen AfD-Politiker

Neu

Mann beim Sterben fotografiert: Gaffer wohl nur mit geringer Strafe

Neu

So kriegst Du im Krankenhaus ein exklusives Einzelzimmer

9.056
Anzeige

Sind hier Hand und Füße Gottes zu sehen?

Neu

Fail in der Türkei: Statt Gebetsruf schallen Pornogeräusche durch die Stadt

Neu

Das Team von Tag24 sucht genau Dich!

17.717
Anzeige

Mord in Silvesternacht: Mann soll Ehefrau im Streit erwürgt haben

Neu

Brandanschlag auf Polizei: Sechs Transporter in Flammen

Neu

Studie belegt: Muslime engagieren sich besonders oft für Flüchtlinge

395

Porsche kracht beim Überholen in Gegenverkehr: Zwei Tote

3.267

Airline sperrt Mädchen aus, weil sie Leggings anhaben

3.639

Du willst lächeln wie ein Top-Model? Dann schau mal hier!

11.934
Anzeige

Streik bei Coca Cola in Halle

294

Wehen ohne Ende: Bald-Mama Isabell Horn erwartet ihr erstes Baby

3.111

Mysteriös! Gymnasium nach Drohbrief von Schülern geschlossen

2.541

Nach Suiziden: Keine Versäumnisse bei Gefängnissen?

98

Pia rockt im "The Voice Kids"-Finale und muss sich trotzdem geschlagen geben

336

Toten Hosen starten Wohnzimmer-Tour in Sachsen

3.980

Kurios: Student will auf Balkon steigen und merkt zu spät, dass er keinen hat

3.602

Mann will Bergsteiger helfen: Beide stürzen in den Tod

3.227

Supersturm Debbie rast auf Australien zu: 5500 Menschen fliehen

1.951

Lawine erfasst Schülergruppe: Mindestens sechs Tote

2.983

Raucher aufgepasst! Neue Steuerbanderolen für Kippen aus Tschechien

10.181

Echtes Wunder! Mutter gibt todkrankem Sohn Cannabis, und er wird gesund

15.680

Darum wird bei "Shopping Queen" nie bei H&M und Zara gekauft

35.035

Tragisch! Malinas letztes Lebenszeichen war eine Liebeserklärung

21.688

Hohe Fehlerquote bei Registrierung von Flüchtlingen

3.708

Wer keine Angst hat, kann jetzt Urlaubs-Schnäppchen machen

2.460

In Urlaubsort! Frauenleiche in Koffer entdeckt

7.821

Tausende protestieren in Russland gegen Korruption

976

Marc Terenzi schwänzt Dinner bei Hanka! Das hat Konsequenzen...

12.852

Kein Schulz-Effekt! CDU hängt SPD bei Saarland-Wahl ab

5.035
Update

Mit Hammer auf Radler eingeschlagen: Blutspur führt zu Täter-Wohnung

8.088

Drama im Einkaufszentrum! Rolltreppe rast in Affen-Geschwindigkeit hinab

6.459

Witwe des HSV-Managers zweifelt an Unfalltod

6.641

Krasse Vorwürfe gegen Bachelor-Traumpaar: Ist ihre Liebe nur gespielt?

9.772

Bewaffneter Joker versetzt eine ganze Stadt in Angst und Schrecken

3.728

Sie wollte Streit schlichten: Mann schlägt Schwangeren in den Bauch

10.106

AFD-Petry wird Spitzenkandidatin und erleidet Schlappe auf Parteitag

3.804

Vorbestrafter Reichsbürger schießt in Innenstadt um sich

12.334

Geburtstagsfeier eskaliert komplett! 17 Streifen müssen anrücken

6.882

Frau bittet Polizei um Hilfe und landet hinter Gittern

4.933

Panik im Tierpark! Gaffer ärgern Löwin, dann springt sie plötzlich

27.316

Tupper-Fans aufgepasst! 500 Läden in Deutschland geplant

4.513

Heftige Gasexplosion! Mehrere Gebäude stürzen ein, über 30 Menschen verletzt

2.101

Schlangenlinien auf A4: Lasterfahrer mit 2,4 Promille unterwegs

4.246

Radrennfahrer knallen ungebremst in Auto. Mehrere Verletzte

4.074
Update

Helden in der Not: Polizeibeamte löschen Brand mit Cola

1.906

Wie Rapunzel! Frau war 20 Jahre nicht beim Friseur

5.170

"Kein Kölsch für Nazis": Diese Stadt macht gegen die AfD mobil

2.354

Spektakulärer Raubüberfall auf Luxus-Juwelier

5.611

Ärzte geben Sex-Monster Schmökel auf. Jetzt kommt er in den Knast

12.135