Als sich die Eltern von ihrem Baby verabschieden wollen, öffnet es auf einmal die Augen

Leicester (Großbritannien) - Offensichtlich ist das englische Leicester die Stadt der Wunder. Bereits der Meistertitel von City 2016 wurde als solches bezeichnet. Doch was in einem Krankenhaus der Stadt geschah, ist wirklich unfassbar.

Die Eltern wollten sich gerade von ihrem Baby verabschieden, da klappte der Säugling plötzlich die Augen auf. (Symbolbild)
Die Eltern wollten sich gerade von ihrem Baby verabschieden, da klappte der Säugling plötzlich die Augen auf. (Symbolbild)  © 123RF ferli

Es war die perfekte Schwangerschaft. Alles lief optimal und die werdenden Eltern Chelsea und Greg freuten sich auf ihr erstes Kind.

Nichts deutete auf Probleme hin, bis es auf einmal bei der Geburt schwere Komplikationen gab und ihr Baby ganz blau und leblos auf die Welt kam.

Unendliche 15 Minuten brauchten die Ärzte, um den kleinen Oscar Bedford zum Atmen zu bringen. Doch da war es für ihn schon zu spät.

Durch den Sauerstoffmangel erlitt er schwere Hirnschädigungen.

Nach einer Verlegung in ein größeres Krankenhaus und einem Notfall-MRT kamen die Ärzte zum Schluss, dass das Baby hirntot sei.

Die Eltern verabschiedeten sich und riefen dann Chelseas Mutter an, um ihr das Enkelkind wenigstens einmal zu zeigen. Dabei geschah das Unglaubliche:

"Als wir uns unterhielten, sah sie, wie Oscar seine Augen öffnete und sie schrie nur. Seine Augen waren zum ersten Mal offen und es war so surreal - es fühlte sich wie ein Traum an. Ich saß auf dem Bett und schüttelte meinen Kopf, wie die Leute in Filmen. Es war so unglaublich - das beste Gefühl der Welt - aber ich musste mich kneifen", so die Mutter zu "LeicestershireLive".

Chelsea gab ihrem Sohn etwas Milch, bevor er in ein Hospiz verlegt wurde. Auch hier "widersetzte" er sich den Ärzten und kämpfte um sein Leben.

Nach 18 Monaten lebt der Oscar Bedford immer noch

Auch wenn er es schwer hat, Oscar Bedford lächelt gerne.
Auch wenn er es schwer hat, Oscar Bedford lächelt gerne.  © Screenshot/GoFundMe

Inzwischen sind 18 Monate vergangen und Oscar Bedford, der Junge mit dem unerschütterlichen Willen, lebt immer noch.

"Er ist jetzt 18 Monate alt und er ist wie ein Baby unter drei Monaten. Aber er lächelt und lacht viel und liebt Lichter, obwohl er teilweise blind ist. [...] Er hört gerne neue Stimmen und viel Musik. Er mag es wirklich festgehalten zu werden und plappert viel."

Leider sind die zurückgebliebene Entwicklung und die Sehschwäche nicht die einzigen Auswirkungen seiner schweren Hirnschädigung.

Oscar sitzt im Rollstuhl und muss künstlich ernährt werden. Zudem leidet er unter einer schweren Form von Epilepsie.

Vor einem Monat musste er deshalb ins Krankenhaus und wieder dachten die Eltern, dass sie ihn verlieren würden:

"Ich weiß nicht, wie lange er noch bei uns sein wird, aber während er hier ist, soll es ihm an nichts fehlen - vor allem, nachdem was er alles durchgemacht hat."

Auf "GoFundMe" haben die Eltern jetzt eine Spendenaktion gestartet, um ihrem Sohn so ein noch besseres Leben zu bieten. Übrigens, im Februar bekommt Oscar ein Schwesterchen.

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