Traurige Bilanz: So viele Alsterschwäne verendeten im Super-Sommer

Hamburg - Es ist die traurige Bilanz des Super-Sommers 2018: 15 tote Alsterschwäne zählten das Bezirksamt Hamburg-Nord und Schwanenvater Olaf Nieß in diesem Jahr.

Ein Mitarbeiter verfrachtet die Alsterschwäne vor der Rathausschleuse in Boote.
Ein Mitarbeiter verfrachtet die Alsterschwäne vor der Rathausschleuse in Boote.  © DPA

Insgesamt verstarben sechs Nestlinge, fünf Jungtiere und vier ausgewachsene Schwäne in dem Rekordsommer.

Sie alle verendeten an den Folgen einer Darmentzündung, die durch giftige Bakterien ausgelöst wurde. Die Giftstoffe, sogenannte Clostridium-Bakterien, entstehen durch sich zersetzende Algen und bilden sich bei langanhaltender Hitze (TAG24 berichtete).

Ersatz für die toten Tiere sei jedoch schon in Hamburg eingetroffen, wie Daniel Gritz, Pressesprecher des Bezirksamts Hamburg-Nord, mitteilte.

Danach hat die Hansestadt zu ihren jetzt noch vorhandenen rund 110 Alsterschwänen 13 Artgenossen aus dem Saarland aufgenommen. "Im Juli gab es ein Hilfeersuchen des Amtsärztlichen Dienstes in Saarbrücken. Es ging um 13 Schwäne, für die es dort keine Kapazitäten gab", sagte Gritz.

Aufgrund von Flügelamputationen hätten sie auch nicht ausgewildert werden können.

Jetzt leben die Saarländer Schwäne in Hamburg, naturnah und dennoch unter der Beobachtung von Schwanenvater Nieß.

Titelfoto: DPA

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